Die letzte Hitzewelle hat es wieder einmal gezeigt: Auch im Garten müssen wir umdenken. Die Sommer werden immer heißer und trockener, Regenwasser sammeln zum Gießen ist kaum mehr möglich, mancherorts wird offiziell zum Wassersparen aufgerufen, da Brunnen trockenfallen.
Um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken, ist es wichtig, den Garten hitzefest zu gestalten und so anzulegen, dass er kaum gegossen werden muss. Wie das geht, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.
Wie wirkt sich der Klimawandel auf Gärten aus?

Der Klimawandel wirkt sich vielfältig auf den Garten aus. Zu den wichtigsten Veränderungen zählen:
- Höhere Temperaturen: Längere und heißere Sommer können das Wachstum von Pflanzen beeinflussen. Manche Pflanzen gedeihen besser, andere leiden unter der Hitze oder vertrocknen schneller.
- Veränderte Niederschläge: Es kommt häufiger zu Extremwetter wie Starkregen oder längeren Trockenperioden. Das kann zu Überschwemmungen, aber auch zu Wassermangel führen. Regelmäßiger Regen ist selten.
- Schädlinge und Krankheiten: Durch mildere Winter überleben mehr Schädlinge und Krankheitserreger. Neue Arten, denen es hierzulande vorher zu kalt war, breiten sich aus.
- Verlängerte Vegetationsperiode: Pflanzen wachsen früher im Jahr und oft auch länger, was die Erntezeiten verschieben kann.
- Stress für heimische Arten: Manche heimische Pflanzen und Tiere kommen mit den neuen Bedingungen schlechter zurecht. Gleichzeitig können invasive Arten profitieren und sich stärker ausbreiten.
- Einfluss des Menschen: Schotter oder versiegelte Flächen, große Rasenflächen ohne Schatten und durstige Pflanzen sind nicht mehr angemessen.
Übersicht: So machen Sie Ihren Garten hitzefest
Hier eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Aspekte hitzeresistenter Gärten:
| Aspekt | Beschreibung | Beispiele/Empfehlungen |
|---|---|---|
| Pflanzenauswahl | Verwendung trockenheitsresistenter, robuster Arten | Lavendel, Fetthenne, Salbei, Ziergräser |
| Bodenverbesserung | Durchlässiger, humusreicher Boden, ggf. Sand/Kies einarbeiten | Kompost, Sand, Kies |
| Mulchen | Abdecken der Bodenoberfläche zur Feuchtigkeitsbewahrung und Unkrauthemmung | Rindenmulch, Kies, Stroh, Grasschnitt |
| Bewässerung | Effiziente, sparsame Bewässerung, Regenwassernutzung | Tropfbewässerung, Regenwassertonne |
| Flächengestaltung | Reduzierung versiegelter Flächen, wasserdurchlässige Wege und Beete | Kieswege, offene Pflastersteine |
| Strukturpflanzen | Immergrüne, winterharte und strukturgebende Pflanzen | Wacholder, Buchsbaum, Lampenputzergras |
| Winter mit einplanen | Einsatz von Pflanzen und Elementen, die auch im Winter dekorativ bleiben | Immergrüne Gehölze, Ziergräser, Samenstände |
| Pflegeaufwand | Auswahl pflegeleichter Pflanzen und Gestaltungselemente, die wenig Wasser und Schnitt brauchen | Bodendecker, Trockenmauer, Steine |
| Förderung der Vielfalt | Integration heimischer Pflanzen und Lebensräume für Tiere und Insekten | Blühstreifen, Nistplätze, Totholz |
| Schattenspender | Nutzung von Hecken, Sträuchern und kleinen Bäumen zur Mikroklimaverbesserung | Hainbuche, Liguster, Sanddorn |
Welche Pflanzen sind hitzeresistent?
Es gibt viele Pflanzen, die gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen und sich daher besonders dafür eignen, den Garten hitzefest und fit für den Klimawandel zu machen. Hier eine Auswahl hitzeresistenter Pflanzen für verschiedene Gartenbereiche:
Stauden und Blumen
- Lavendel
- Salbei
- Sonnenhut (Echinacea)
- Steppensalbei (Salvia nemorosa)
- Katzenminze (Nepeta)
- Schafgarbe (Achillea)
- Strohblume (Helichrysum)
- Fetthenne (Sedum)
- Sonnenbraut (Helenium)
Ziergräser

- Lampenputzergras (Pennisetum)
- Blauschwingel (Festuca glauca)
- Federgras (Stipa tenuissima)
Sträucher
- Sommerflieder (Buddleja)
- Sanddorn
- Ginster (Cytisus)
- Rosmarin
- Oleander (milde Winter, sonst Kübel)
Bodendecker
- Thymian
- Wollziest (Stachys byzantina)
- Efeu (an schattigen, trockenen Standorten)
Gemüse & Kräuter
- Tomaten
- Paprika
- Zucchini
- Kürbis
- Rosmarin
- Oregano
- Bohnen
Tipps:
- Die o.g. Pflanzen mögen gut durchlässige, eher magere Böden und benötigen meist weniger Wasser. Einmal gut eingewachsen, kommen sie mit längeren Trockenphasen besser zurecht als viele andere Arten.
- Besonders Kräuter lassen sich auch gut auf dem Balkon oder als Indoor-Kräutergarten pflanzen. So können auch Stadtbewohner von hitzeresistenten Pflanzen profitieren.
So legen Sie einen hitzefesten Garten an
Ein hitzeresistenter Garten basiert auf der Auswahl robuster Pflanzen, einer durchdachten Bodenvorbereitung, effizienter Bewässerung und dem Schutz vor extremer Sonne und Wind. Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie einen pflegeleichten, nachhaltigen und zukunftssicheren Garten, der auch längere Trockenperioden gut übersteht.
Standortanalyse und Planung
Überprüfen Sie zunächst die Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und Wasserverfügbarkeit Ihres Gartens. Notieren Sie sonnige, halbschattige und schattige Bereiche, sowie trockene und feuchtere Zonen. Planen Sie Ihre Bepflanzung entsprechend dieser Bedingungen.
Auswahl geeigneter Pflanzen
Setzen Sie auf trockenheits- und hitzeresistente Pflanzenarten. Empfehlenswert sind beispielsweise Lavendel, Salbei, Sonnenhut, Fetthenne, Steppensalbei, Thymian, Rosmarin, Blauschwingel oder Lampenputzergras. Achten Sie darauf, standortgerechte und robuste Sorten zu wählen, die mit wenig Wasser auskommen.
Bodenverbesserung und -vorbereitung
Lockern Sie den Boden tiefgründig und arbeiten Sie Sand oder feinen Kies ein, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch, Holzschnitzeln oder Kies schützt den Boden vor Austrocknung und hält die Feuchtigkeit länger.
Mulchen und Bodendeckung
Decken Sie die Beete mit Mulchmaterial ab. Dies reduziert die Verdunstung, hält den Boden kühl und unterdrückt Unkraut. Besonders geeignet sind organische Materialien wie Rindenmulch oder Stroh, aber auch mineralische Mulche wie Kies.
Effiziente Bewässerung
Gießen Sie lieber selten, aber durchdringend, damit die Pflanzen tief wurzeln. Empfehlenswert sind Tropfbewässerungssysteme oder das Gießen in den frühen Morgenstunden, um Wasserverluste durch Verdunstung zu minimieren. Sammeln Sie Regenwasser in Tonnen, um nachhaltig zu bewässern.
Wind- und Sonnenschutz schaffen
Pflanzen Sie Bäume oder größere Sträucher gezielt als Schattenspender. Auch Pergolen, Rankgitter oder Sonnensegel können empfindliche Bereiche schützen und das Mikroklima im Garten verbessern und verbessern die Aufenthaltsqualität.
Flächen entsiegeln und versickerungsfähig gestalten
Vermeiden Sie große, versiegelte Flächen. Setzen Sie stattdessen auf wasserdurchlässige Wege aus Kies, Splitt oder offenen Pflastersteinen, damit Regenwasser versickern und den Pflanzen zugutekommen kann. Halten Sie die Wege schmal und bepflanzen Sie die Seiten, z. B. mit Wiesenblumen oder Hecken und Sträuchern.
Pflege und Beobachtung
Kontrollieren Sie regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und passen Sie die Bewässerung an. Entfernen Sie Unkraut, um Konkurrenz um Wasser zu vermeiden, und überprüfen Sie Ihre Pflanzen auf Hitzeschäden. Gießen Sie nur, wenn absolut nötig – ein gut angelegter Garten benötigt kaum Bewässerung.
Hecken bieten Abkühlung und Lebensraum

Nicht nur Bäume mit breiter Krone, auch Hecken sind für die Abkühlung im Garten sehr wichtig. Sie sind ein effektives, nachhaltiges Mittel, um die Umgebung abzukühlen, das Mikroklima zu verbessern und gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern. Besonders heimische, dichte und mehrjährige Heckenarten wie Hainbuche, Liguster oder Feldahorn sind empfehlenswert.
Vorteile von Hecken im Garten:
- Schatten und Mikroklima
Hecken spenden Schatten und reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung auf angrenzende Bereiche. Dadurch bleibt die Luft- und Bodentemperatur in der Nähe der Hecke spürbar niedriger. Das schafft ein angenehmeres Mikroklima, besonders an heißen Tagen. - Windschutz
Dichte Hecken bremsen den Wind ab. Das verhindert, dass warme, trockene Luft durch den Garten fegt und die Verdunstung beschleunigt. So bleibt mehr Feuchtigkeit im Boden und die Umgebung fühlt sich kühler an. - Verdunstungskälte
Hecken verdunsten über ihre Blätter Wasser (Transpiration). Dieser Prozess entzieht der Umgebung Wärme und wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Gerade große, dichte Hecken tragen messbar zur Abkühlung bei. - Lebensraum und ökologische Vielfalt
Neben der Abkühlung bieten Hecken Lebensraum für viele Tiere und fördern die Biodiversität. Das trägt zu einem gesunden Gartenklima bei.
Wie kann man nützliche Insekten in den Garten locken?
Um mehr nützliche Insekten in Ihren Garten zu locken, können Sie gezielt für ein vielfältiges und naturnahes Umfeld sorgen. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:
- Vielfältige, heimische Pflanzenarten wählen: Setzen Sie auf eine bunte Mischung aus heimischen Blumen, Stauden, Sträuchern und Kräutern. Besonders ungefüllte Blüten bieten Nektar und Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge.
- Blühzeiten staffeln: Pflanzen Sie Arten, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. So finden Insekten vom Frühjahr bis zum Herbst ein durchgängiges Nahrungsangebot.
- Insektenhotels und Nistmöglichkeiten schaffen: Stellen Sie Insektenhotels oder Bündel aus Bambus, Schilf und Holz auf, um Wildbienen und andere nützliche Insekten beim Nisten zu unterstützen.
- Naturbelassene Bereiche zulassen: Lassen Sie einen Teil des Gartens „wild“: Laubhaufen, Totholz, Steinhaufen oder ungemähte Wiesen bieten Lebensraum und Überwinterungsmöglichkeiten.
- Keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwenden: Verzichten Sie auf Insektizide und andere chemische Mittel, da sie auch Nützlinge schädigen können.
- Wasserstellen anbieten: Flache Schalen mit Wasser und Steinen als Landehilfe helfen Insekten, auch bei Trockenheit zu trinken.
- Kräuter und Gewürzpflanzen integrieren: Pflanzen wie Thymian, Oregano, Minze oder Schnittlauch sind besonders attraktiv für Bienen und andere Bestäuber.
Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie eine insektenfreundliche Oase, die nicht nur Nützlinge anlockt, sondern auch das ökologische Gleichgewicht im Garten stärkt.
Wie kann man den Garten so gestalten, dass man ihn möglichst wenig gießen muss?
Die Sommer werden immer trockener, das Trinkwasser wird oft knapp und lokal auch das Grundwasser. Da ist es sinnvoll, Ihre Grünflächen so zu gestalten, dass Sie möglichst wenig gießen müssen. Sie können verschiedene Strategien kombinieren, die Wasser sparen und die Feuchtigkeit im Boden halten. Hier die wichtigsten Maßnahmen:
- Auswahl trockenheitsresistenter Pflanzen
Setzen Sie vor allem auf Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, wie Lavendel, Fetthenne, Thymian, Salbei, Ziergräser oder Sanddorn. Diese Arten benötigen nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Bewässerung. - Boden verbessern
Arbeiten Sie Kompost, Sand oder feinen Kies in den Boden ein, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen und die Durchlässigkeit zu verbessern. Ein gesunder, humusreicher Boden speichert mehr Feuchtigkeit. - Mulchen
Decken Sie den Boden rund um die Pflanzen mit Mulch (z.B. Rindenmulch, Stroh, Grasschnitt oder Kies) ab. Das reduziert die Verdunstung, hält den Boden länger feucht und verhindert Unkrautwuchs, der Wasser entzieht. - Flächen entsiegeln und versickerungsfähig gestalten
Vermeiden Sie versiegelte Flächen wie Beton oder Pflaster. Setzen Sie auf wasserdurchlässige Wege und Terrassen, damit Regenwasser im Boden versickern kann. - Gruppenpflanzung und Bodendecker
Pflanzen Sie in dichten Gruppen oder nutzen Sie Bodendecker. So beschatten die Pflanzen den Boden gegenseitig und verhindern, dass er austrocknet. - Regenwasser nutzen
Sammeln Sie Regenwasser in Tonnen oder Zisternen und nutzen Sie es zum Gießen. Das spart Leitungswasser und ist umweltfreundlich. - Effizient gießen
Wenn Sie gießen, dann selten, aber durchdringend. So bilden die Pflanzen tiefere Wurzeln und werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Gießen Sie am besten früh morgens oder abends. - Rasenflächen reduzieren
Rasen braucht viel Wasser. Reduzieren Sie große Rasenflächen und ersetzen Sie sie durch Blumenwiesen, Kiesflächen oder Beete mit trockenheitsverträglichen Pflanzen.
Mit einer durchdachten Pflanzenauswahl, Bodenverbesserung, Mulch und cleverer Gartengestaltung schaffen Sie einen pflegeleichten Garten, der auch in trockenen Zeiten wenig Wasser benötigt.
Beispiel-Pflanzplan für einen wassersparenden Garten

Hier finden Sie einen beispielhaften Pflanzplan für einen wassersparenden, pflegeleichten Garten (ca. 20 bis 25 m² Beetfläche), der wenig gegossen werden muss. Die Auswahl eignet sich besonders für sonnige bis halbschattige Standorte und setzt auf trockenheitsresistente Pflanzen.
Strukturpflanzen (Höhe, Gerüst)
- Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) – 2–3 Stück, verteilt im Beet
- Sanddorn (Hippophae rhamnoides) oder Ginster (Cytisus scoparius) – 1–2 Stück als Blickfang/Struktur
Blühstauden
- Lavendel (Lavandula angustifolia) – 3–5 Stück in Gruppen
- Fetthenne (Sedum spectabile) – 2–3 Stück
- Katzenminze (Nepeta faassenii) – 3–4 Stück
- Steppensalbei (Salvia nemorosa) – 2–3 Stück
- Sonnenhut (Echinacea purpurea) – 2–3 Stück
- Schafgarbe (Achillea millefolium) – 2–3 Stück
Bodendecker
- Thymian (Thymus serpyllum) – 5–7 Stück als Teppich zwischen den Stauden
- Wollziest (Stachys byzantina) – 2–3 Stück als silbriger Hingucker
Kräuter (optional)
- Rosmarin – 1–2 Stück
- Oregano – 1–2 Stück
- Salbei – 1–2 Stück
Frühjahrsblüher (Zwiebelpflanzen)
- Wildtulpen, Krokusse oder Traubenhyazinthen – als Farbtupfer im Frühling, Zwiebeln im Herbst setzen
Hecken
- Liguster und Weißdorn sind besonders geeignet, um Insekten wie Schmetterlinge anzulocken.
- Kombinieren Sie Hecken mit Wiesen, um einen schönen Aufenthalts- und Erholungsraum zu schaffen
Tipp: Je nach Aufteilung ist es sinnvoll, einen naturbelassenen Bereich zu haben, in dem Hecken, Wiese und Bäume einfach wachsen können.
Gestaltungshinweise:
- Pflanzen Sie in Gruppen von jeweils 2 bis 5 Exemplaren einer Art, das wirkt natürlicher und pflegeleichter.
- Die höheren Gräser und Sträucher kommen nach hinten oder in die Mitte, niedrigere Stauden und Bodendecker nach vorne.
- Lassen Sie zwischen den Pflanzen ausreichend Platz (je nach Art 30–50 cm), damit sie sich gut entwickeln können.
- Mulchen Sie die freien Flächen mit Kies oder Rindenmulch, um die Verdunstung zu verringern.
- Ergänzen Sie ggf. dekorative Steine oder Totholz als Lebensraum für Insekten.
Tipp: Nach dem Pflanzen in den ersten Wochen regelmäßig wässern, bis die Pflanzen gut eingewachsen sind. Danach benötigen die meisten Arten nur noch bei längerer Trockenheit zusätzliches Wasser.
Umgang mit Rasen bei Trockenheit
Grundsätzlich sind größere Rasenflächen nicht geeignet, um den Auswirkungen des Klimawandels zu trotzen. HInzu kommen Fehler bei der Pflege, wie z. B. häufiges Mähen bei Trockenheit, was dem Rasen schaden kann und die Erde austrocknet. Während Trockenperioden ist der Rasen ohnehin gestresst, da ihm Wasser fehlt. Häufiges oder zu kurzes Mähen verschärft diesen Stress und kann folgende negative Auswirkungen haben:
- Schwächung der Grasnarbe: Wenn Sie den Rasen oft und sehr kurz mähen, verliert das Gras seine natürlichen Schutzmechanismen. Die Halme können weniger Wasser speichern und der Boden trocknet schneller aus.
- Erhöhte Verdunstung: Kurze Grashalme bieten weniger Schatten für den Boden. Dadurch verdunstet das restliche Wasser schneller und der Boden erhitzt sich stärker.
- Wachstum wird gehemmt: In Trockenzeiten stellt das Gras das Wachstum ohnehin weitgehend ein. Durch zusätzliches Mähen wird die Regeneration noch weiter verlangsamt.
- Fördert Moos und Unkraut: Ein geschwächter Rasen kann leichter von Moos oder Unkraut verdrängt werden, da diese Pflanzen mit Trockenheit oft besser zurechtkommen.
Empfehlung:
- Mähen Sie bei Trockenheit möglichst selten, nur wenn unbedingt nötig.
- Stellen Sie die Schnitthöhe höher ein (mindestens 5–6 cm), damit die Halme den Boden besser beschatten und das Gras widerstandsfähiger bleibt.
- Lassen Sie das Schnittgut ruhig als Mulch liegen, das schützt zusätzlich vor Austrocknung.
Fazit: Ihren Garten hitzefest machen und für die Zukunft planen

Es ist abzusehen, dass unsere Sommer auch in Europa immer heißer und trockener werden und Extremwetterereignisse wie starke Regenfälle ebenso zunehmen. Umso wichtiger ist es, den eigenen Garten so anzulegen, dass er die sich rasch verändernden Bedingungen übersteht. Ebenso wichtig ist es, dabei auch Wasser zu sparen und Pflanzen zu setzen, die nicht nur hitzerobust sind, sondern den gesamten Garten so zu gestalten, dass möglichst wenig Wasser verdunstet, z. B. durch Bodendecker, Wiesen, schattige Plätze und zusätzlich durch Mulch und Blätter, die im Herbst liegenbleiben dürfen.
Dies reduziert nicht nur den Wasserverbrauch und bietet wichtigen Lebensraum und Nahrung für Insekten, Vögel und viele Säugetiere, sondern schützt auch den Boden vor Starkregen. Während ein ausgetrockneter Boden den Regen nicht aufnehmen kann, wird er in feuchtem Boden versickern und den Grundwasserspiegel erhöhen.
Im Internet finden Sie zahlreiche Beispiele, wie ein möglichst naturbelassener Garten angelegt werden kann – nicht nur ein Fest für alle Sinne, sondern auch ein sinnvoller Beitrag, um der Umwelt und den Menschen etwas Gutes zu tun.
Häufig gestellte Fragen zu Garten hitzefest machen
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Was ist ein hitzefester Garten?
Einen Garten hitzefest gestalten heißt, dass Pflanzen und Boden auch längere Trockenperioden und hohe Temperaturen gut überstehen. Er nutzt robuste, trockenheitsresistente Arten, effiziente Bewässerung und pflegeleichte Gestaltungselemente.
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Welche Pflanzen eignen sich für hitzefeste Gärten?
Typische Pflanzen sind Lavendel, Salbei, Fetthenne, Sonnenhut, Thymian, Ziergräser, Sanddorn oder Ginster. Sie benötigen wenig Wasser und sind an hohe Temperaturen angepasst. Auch immergrüne Gehölze und bestimmte Bodendecker sind geeignet.
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Wie kann der Boden auf Trockenheit vorbereitet werden?
Der Boden sollte durchlässig und humusreich sein. Das Einarbeiten von Kompost, Sand oder Kies verbessert die Wasserspeicherfähigkeit. Eine Mulchschicht schützt zusätzlich vor Austrocknung und hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
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Welche Rolle spielt Mulch in einem hitzefesten Garten?
Mulch reduziert die Verdunstung, hält den Boden kühl und feucht und hemmt das Unkrautwachstum. Geeignet sind Rindenmulch, Kies, Stroh oder Grasschnitt. Mulch schützt die Pflanzenwurzeln und spart Wasser.
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Wie lässt sich effizient bewässern?
Selten, aber durchdringend gießen fördert tiefes Wurzelwachstum. Tropfbewässerung oder das Gießen in den frühen Morgenstunden minimiert Verdunstung. Regenwassernutzung ist nachhaltig und schont Ressourcen.
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Wie kann der Rasen hitzefest gestaltet werden?
Trockenrasen oder Blumenwiesen benötigen weniger Wasser. Selten und höher mähen (mind. 5–6 cm) schützt vor Austrocknung. Rasenflächen können durch Beete oder Bodendecker ersetzt werden.
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Welche Gestaltungselemente sind pflegeleicht und hitzefest?
Hecken, wenige Steine und kleine Kiesflächen sowie Totholz sind dekorativ, speichern keine Hitze und benötigen kein Wasser. Sie bieten Struktur und Lebensraum für Tiere und sind besonders pflegeleicht.
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Wie bleibt der Garten auch im Winter attraktiv?
Immergrüne Gehölze, winterharte Gräser und stehen gelassene Samenstände sorgen für Struktur und Farbe. Steine, Kies und Winterblüher wie Heide bringen auch in der kalten Jahreszeit Abwechslung in den Garten.
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Wie können Schädlinge nachhaltig kontrolliert werden?
Nützlinge fördern, Mischkultur anwenden, robuste Pflanzen wählen und auf chemische Mittel verzichten. Mechanische Maßnahmen wie Netze oder das Entfernen befallener Pflanzenteile unterstützen den natürlichen Pflanzenschutz.
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Warum sind heimische Pflanzen besonders geeignet?
Heimische hitzeresistente Pflanzen sind an das lokale Klima angepasst, benötigen weniger Wasser und Pflege und bieten Nahrung und Lebensraum für viele Insekten und Tiere. Sie tragen zur ökologischen Vielfalt und Stabilität des Gartens bei.
