Das Frühjahr ist oft der Zeitpunkt, an dem ein gründlicher Wohnungsputz geplant ist – die beste Zeit, endlich mal mit dem Entrümpeln anzufangen, das Sie sich vielleicht schon seit langem vorgenommen haben. Aber wie fangen Sie damit am besten an, und wie vermeiden Sie es, Ihr Chaos nur anders zu organisieren, anstatt wirklich „klar Schiff“ zu machen? In diesem Artikel stellen wir Ihnen Tipps und Tricks zum Entrümpeln vor und wie Sie dabei Fallen vermeiden.
Warum Entrümpeln notwendig ist – und schwer
Gerümpel kommt in vielen Gewändern daher: Es sind die Papiere, die man dringend mal ausmisten sollte, die Stapel von Büchern, die man vermutlich niemals lesen wird, zu viel Geschirr, der Kleiderschrank quillt über, und dann natürlich noch all die kleinen Dinge, die sich quasi von selbst vermehren. Reinhard Mey hat mit „Kennst du die kleinen, nicht wirklich nützlichen Gegenstände“ ein amüsantes und treffendes Lied zu diesem Thema geschrieben. „Platzbesetzer“ nennt er darin die Mitbringsel und Andenken, die Stückchen Geschenkband, die Kerzenreste und Trockenblumen, die am Ende das ganze Haus eingenommen haben. Für manchen mag das nicht einmal überspitzt klingen.
![Tipps zum Entrümpeln - So schaffen Sie es [jahr] wirklich 1 Entrümpeln ist notwendig](https://hilfreich.de/wp-content/uploads/2025/03/chaos-kinderzimmer-edited.jpg)
Und so leicht man Dinge ansammelt, so schwer ist es, sie loszuwerden. Aber es ist eine Tatsache, dass zu viele Dinge belastend sind, spätestens, wenn Sie nicht mehr wissen, wohin mit allem. Es hilft auch nichts, sie hinter Schranktüren oder im Keller oder der Garage zu verstecken – alles, was Sie besitzen, fordert Ihre Aufmerksamkeit und frisst Ihre Energie, Gerümpel kann Ihnen geradezu im Nacken sitzen. Es macht keinen Unterschied, ob diese Sachen ordentlich sortiert und verstaut sind oder quer in der Schublade herumliegen. Daher ist es sinnvoll, nur Dinge zu besitzen, die Ihr Leben wirklich bereichern und Ihnen gut tun.
Warum Entrümpeln schwer ist
Warum Entrümpeln schwer ist, hat verschiedene Gründe:
- Es ist anstrengend. Sie müssen sich bewusst mit dem überflüssigen Zeug befassen oder sogar erstmal rausfinden, was tatsächlich überflüssig ist: Benutzen Sie dieses Geschirr wirklich, die 30 verschiedenen Tassen und zusammengewürfelten Teller? Tragen Sie wirklich all diese Schuhe und den Schmuck? Brauchen Sie drei verschiedene Besen und 20 Blumentöpfe? In absolut jedem Bereich kann sich zu viel ansammeln. Die Entscheidung, was weg soll und was bleiben darf, erfordert nicht wenig Denkarbeit und das spätere Wegräumen körperliche Anstrengung und auch eventuell ein paar logistische Probleme.
- Es kann schmerzhaft sein. An vielen Gegenständen hängen Erinnerungen – das können Urlaubsmitbringsel sein, Geschenke, Geerbtes. Sich davon zu trennen, kann eine emotionale Herausforderung sein und Kraft kosten. Dennoch sind ja Ihre Gefühle nicht an einen Gegenstand gebunden, sondern existieren unabhängig davon. Auch hängen vielleicht Träume und nicht umgesetzte Pläne an den Dingen – mit diesen abzuschließen, ist nicht einfach und kann dem Selbstwertgefühl einen Knick geben. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.
- Es kann überfordern. Wer sehr viel besitzt, für den stellt sich vermutlich die Frage: Wo soll ich überhaupt anfangen? Die Menge an Arbeit und Anstrengung, die auf einen zukommt, kann überwältigend und lähmend sein, vor allem, wenn Sie ein ganzes Haus entrümpeln wollen. Planen Sie also ausreichend Zeit dafür ein und setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck.
- Es kann ein schlechtes Gewissen machen. Bei vielen Dingen fragen Sie sich vielleicht: Kann ich das wirklich weggeben oder wegschmeißen? Sei es, weil es mal teuer war, ein Geschenk oder ein vermeintlich nützlicher Gegenstand, den Sie ganz sicher! irgendwann! einmal gebrauchen können … Bei vielen Dingen ist daher die Entscheidung, sich davon zu trennen, deutlich schwerer als bei anderen, zu denen Sie keine emotionale Bindung haben.
- Es gibt schwerwiegende Gründe, warum Sie so viel angesammelt haben. Ein schwerer Punkt beim Entrümpeln kann die Auseinandersetzung mit den Gründen sein, warum Sie so viel Überflüssiges besitzen. Waren Sie z. B. in einer schwierigen Lebensituation und haben versucht, sich mit Materiellem zu trösten? Oder können Sie sich schlecht trennen, weil Sie z. B. Verlustängste haben? Vielleicht waren Sie auch einmal in Geldnot, weswegen Ihnen Wegwerfen sehr schwer fällt? Wenn Sie dauerhaft entrümpeln möchten und nicht irgendwann wieder mit einer vollgestellten Wohnung konfrontiert sein möchten, dann ist es sinnvoll, sich mit den Gründen fürs Sammeln auseinanderzusetzen. Holen Sie sich dafür gegebenenfalls Hilfe, bei Freunden oder Profis.
- Es braucht Zeit. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie in einem Durchgang alles entrümpeln können, das gilt vor allem für den Kleiderschrank. Auch wenn Sie tatsächlich eigentlich nur 20 % Ihrer Kleidung wirklich tragen, werden Sie es vermutlich nicht übers Herz bringen, die anderen 80 % gleich auszusortieren. Sie werden wahrscheinlich das Gefühl haben, Sie hätten nichts zum Anziehen, was zu Spontankäufen führen könnte. Es kann auch sein, dass Sie tatsächlich das ein odere andere Stück durch etwas ersetzen müssen, was besser zu Ihnen passt – das kann auch eine Weile dauern, so dass Sie vielleicht die ungeliebte Jeans noch eine Weile schleppen, bis Sie einen Ersatz gefunden haben.
Warum Entrümpeln Ihnen guttun wird
Warum ist weniger mehr? Zum einen wird es Ihnen das tägliche Leben deutlich erleichtern. Weniger Zeug bedeutet weniger Dinge, die man abstauben und beim Saubermachen hinundherschieben oder -rücken muss – Sie sparen also wertvolle Zeit und Energie. Auch übersichtliche Schränke helfen beim Ordnunghalten.
Sie können wieder richtig atmen. Zu viel Besitz, vor allem – nennen wir es einmal „dead weight“, also tote Masse – ist erdrückend. Die ganzen Sachen endlich loszusein, ist befreiend und kann Ihre Energie wieder freisetzen. Wenn Sie nur Dinge besitzen, die Sie wirklich mögen, also gern anschauen und anfassen, gern tragen und immer wieder verwenden, und solche, die wirklich nützlich sind und Ihr Leben vereinfachen, dann haben Sie einen großen Schritt zu mehr Zufriedenheit getan.
Auch Ihre Konzentration wird sich verbessern. Krempel loszuwerden ist, wie mit einem Kapitel im Leben abzuschließen. Plötzlich haben Sie wieder den Kopf frei für die Sachen und Aktivitäten, die Ihnen wichtig sind, oder Sie können endlich das Neue beginnen, von dem Sie schon so lange geträumt haben.
Dauerhaft werden Sie auch viel Geld sparen, wenn Sie zukünftig nicht mehr einfach kaufen, was Ihnen gefällt, oder Frustkäufe machen, sondern sich genau überlegen, was Sie „in Ihr Leben lassen“ wollen. Das schon Ihre Nerven, Ihre Energie und Ihr Budget.
Und wenn Sie Angst haben, aus Versehen zu viel zu entrümpeln und etwas davon später wieder zu brauchen, dann packen Sie all diese Dinge, bei denen Sie unsicher sind, in eine Kiste und stellen Sie sie in den Keller oder auf den Dachboden. Schreiben Sie das Datum drauf und wenn Sie innerhalb eines Jahres nichts davon gebraucht haben, werfen Sie die Kiste weg, am besten, ohne nochmal hineinzuschauen.
Wenn Sie das große Entrümpeln noch ein wenig abschreckt, dann beginnen Sie doch erstmal im Kleinen mit den Sachen, die wirklich sofort wegkönnen – das Video zeigt Ihnen, was das ist. Und wenn Sie schon voll motiviert sind, dann suchen Sie sich im eine Methode, die zu Ihnen passt, und legen Sie los! Mehr dazu im Folgenden.
Auf einen schnellen Blick – Tipps zum Entrümpeln
Wenn Sie es gar nicht so viel über Methoden nachdenken, sondern möglichst schnell loslegen wollen – bevor Sie es sich anders überlegen -, dann bietet Ihnen diese Tabelle einen kurzen Überblick über die wichtigsten Tipps zum Entrümpeln.
Effektiv Entrümpeln durch … | So geht es! |
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Planung und Zielsetzung | Setzen Sie sich ein konkretes Ziel, z. B. „Ich möchte den Keller komplett entrümpeln“ oder „Ich möchte meinen Kleiderschrank unter die Lupe nehmen“. Legen Sie einen verbindlichen Zeitpunkt dafür fest, z. B. der Sonntagmorgen. Machen Sie sich ggf. einen Plan. |
Einen Raum/Bereich nach dem anderen angehen | Fokussieren Sie sich auf einen Raum oder einen Bereich nach dem anderen, um nicht überwältigt zu werden. Zum Beispiel können Sie mit einem Schrank oder einer Schublade starten. |
Nach Kategorien vorgehen | Gehen Sie nach Kategorien vor (z. B. Kleidung, Bücher, Küchengeräte) anstatt nach Räumen. Dies kann dabei helfen, einen besseren Überblick über Ihre Besitztümer zu erhalten. |
Zeitschritte festlegen | Arbeiten Sie in festgelegten Zeitrahmen, z. B. 30 Minuten bis eine Stunde pro Sitzung. Pausen helfen, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Oder Sie nehmen sich jeden Tag 10 Minuten Zeit, wenn kleinere Intervalle für Sie besser umzusetzen sind. |
Die „3-Kisten-Methode“ | Haben Sie drei Kisten zur Hand: Eine für Dinge, die Sie behalten möchten, eine für Dinge, die gespendet oder verkauft werden sollen, und eine für Dinge, bei denen Sie unsicher sind. Die Sachen für den Müll sollten gleich in den Müllsack. |
Die „Ein Jahr“-Regel | Überlegen Sie, ob Sie einen Gegenstand im letzten Jahr benutzt haben. Wenn nicht, fragen Sie sich, ob Sie ihn wirklich noch benötigen. In den meisten Fällen kann er aussortiert werden. |
Emotionales Eigentum bewerten | Seien Sie ehrlich zu sich selbst über den Platz, den sentimentale Objekte in Ihrem Leben einnehmen. Konzentrieren Sie sich auf die Erinnerungen, nicht unbedingt auf die Gegenstände. |
Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit | Sie sollten sich nicht mehr als drei Minuten mit einem einzelnen Gegenstand aufhalten. Setzen Sie sich eine Frist und entscheiden Sie, was Sie damit machen. Je länger Sie überlegen, desto unsicherer werden Sie. Hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl – wenn es sagt „Weg damit!“, hören Sie darauf. |
Digitale Entrümpelung | Auch digital sammelt sich Einiges an: Entrümpeln Sie Ihren Computer, Ihr Smartphone und Ihre Cloud-Speicher. Löschen Sie nicht mehr benötigte Dateien und Programme, kündigen Sie nicht genutzte Dienste und sortieren Sie alte Elektrogeräte und Kabel aus. |
Regelmäßiges Ausmisten | Machen Sie das Entrümpeln zu einer regelmäßigen Gewohnheit, z. B. einmal im Monat oder bei jedem Wechsel der Jahreszeiten. Wenn Sie jetzt denken, das sei zu häufig – Sie werden sich wundern, wie schnell sich wieder Allerlei ansammelt. |
Belohnen Sie sich | Planen Sie eine kleine Belohnung für sich selbst ein, nachdem Sie einen Bereich entrümpelt haben. Das kann helfen, die Motivation aufrechtzuerhalten. Allerdings sollte dies etwas Nicht-Materielles oder etwas sein, dass sich „verbraucht“, wie ein leckerer Snack oder eine Blumenstrauß. |
Schaffen Sie praktische Aufbewahrungslösungen | Sie sollten die verbleibenden Dinge sinnvoll und leicht zugänglich organisieren. Entweder kaufen Sie dafür entsprechende Behälter oder nutzen vorhandene, wie z. B. alte Kartons, die Sie beschriften. |
Dokumentieren Sie Ihre Erfolge | Schreiben Sie Ihre Erfolge und Fortschritte in Ihr Journal, sofern Sie eines führen. Machen Sie Fotos von den frisch entrümpelten Räumen und Bereichen, um Ihre Motivation aufrecht zu halten. |
Bleiben Sie flexibel | Seien Sie flexibel mit Ihrem Ausmist-Ansatz. Was für den einen funktioniert, funktioniert nicht unbedingt für den anderen. Finden Sie heraus, was für Sie am besten ist. |
Einige gängige Entrümpelungsmethoden kurz vorgestellt
Welche Art des Entrümpelns Ihnen besonders liegt und ob Sie auch Methoden kombinieren, hängt ganz von Ihren Vorlieben ab. Wichtig bei allen ist aber vor allem eines: das Anfangen. Wenn Sie nur schwer in die Gänge kommen, dann stellen Sie sich einen Timer auf 10 oder 15 Minuten und nehmen sich die nächstbeste Schublade, das Regalbrett oder einen Schrank vor. Und dann – legen Sie einfach los! Zögern Sie nicht und fangen Sie einfach an, ohne weiter darüber nachzudenken, z. B. indem Sie bis drei zählen und bei drei aufstehen und beginnen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Sie in einer so kurzen Zeit schaffen. Das gilt sowohl fürs Entrümpeln als auch fürs Putzen.
Wichtig ist aber grundsätzlich zu verstehen, dass Entrümpeln nicht Aufräumen ist. Sie haben nichts gewonnen, wenn Sie all das Überflüssige nur anders sortieren und in Kisten verstauen – es ist immer noch zu viel. Wenn Sie alles ausgemistet haben, dann können Sie sich ans Aufräumen und Sortieren machen.
3-Kisten-Methode
Als sehr effektiv zum Entrümpeln hat sich die Drei-Kisten-Methode erwiesen, die Sie auch sehr gut mit allen anderen Methoden kombinieren können. Bevor Sie ausmisten, besorgen Sie sich drei Kisten. Räumen Sie nun den Schrank oder den Bereich, den Sie entrümpeln wollen, komplett aus. In eine kommen die Dinge, die Sie behalten wollen. In die zweite tun Sie die Sachen, die Sie spenden oder verkaufen möchten. Und die dritte ist der Ort für die Sachen, bei denen Sie sich noch nicht sicher sind. Diese können Sie eine Weile behalten, um zu sehen, ob Sie etwas daraus vermissen – das sollte aber nicht länger als ein Jahr sein.
KonMarie Methode
Die Aufräum-Methode von Marie Kondo ist wohl die bekannteste, aber auch die kontroverseste. Kontrovers deshalb, weil sie so oft missverstanden wird, was zum einen an teils unglücklichen Übersetzungen japanischer Begriffe liegt, zum anderen an einer Unkenntnis japanischer Philosophie, auf der dieser Ansatz beruht. Manche scheinen es auch absichtlich falsch verstehen zu wollen. Es lohnt sich daher sicher, ein gut übersetztes Werk zu lesen.
Jedenfalls müssen Sie nach Marie Kondo nicht zwangsläufig alles wegwerfen, was Sie nicht nur zum Überleben brauchen, und Sie müssen auch nicht religiös minimalistisch leben. Es geht darum, nur Sachen zu behalten, die Ihnen Freude bereiten oder/und wirklich nützlich sind. Von allem anderen sollten Sie sich trennen. Wie viel das letztendlich ist, ist individuell verschieden. Wenn 3000 Bücher oder 10 weiße Hemden Sie glücklich machen, behalten Sie sie. Wichtig ist, dass Sie wirklich jedes einzelne Stück in die Hand nehmen und Ihre Gefühle und Einstellung dazu gründlich prüfen.
Swedish Death Cleaning
Die Schwedin Margareta Magnusson hat den Begriff des „Death Cleanings“ erfunden. Auch wenn der Begriff etwas makaber ist, ist diese Methode, die der von Marie Kondo ähnlich ist, für alle Altergruppen geeignet. Es geht darum, nur Dinge zu besitzen, die nützlich sind und das Leben schöner machen, und alles andere zu entrümpeln. Die Idee dahinter ist die, dass man bewusst Ordnung schafft und weniger anhäuft und besitzt, und nicht den Erben nach dem eigenen Tod eine riesige Menge Dinge hinterlässt. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.
Flylady Methode
Die Flylady Methode von Marla Cilley ist eigentlich fürs tägliche Aufräumen gedacht, einige Aspekte, die wir uns hier herausgepickt haben, eignen sich aber auch sehr gut fürs Entrümpeln. Vor allem wichtig ist, sich nicht zu stressen. Dafür helfen zum einen kleine Intervalle, bei denen Sie einfach einige Aufgaben erledigen, die wirklich wenig Zeit benötigen, wie z. B. eine Schublade oder einen Aktenordner ausmisten. Meist schaffen Sie deutlich mehr, als Sie denken.
Der zweite Aspekt ist, nach Zonen vorzugehen. Statt sich in verschiedenen Aufgaben zu verzetteln oder von der Masse demotiviert zu werden, nehmen Sie sich einzelne Bereiche vor. Stellen Sie sich die Stoppuhr auf 15 Minuten. Sie können nach Ablauf der Zeit aufhören, aber meistens macht man ja auch noch weiter, wenn man schon dabei ist – der Anfang ist immer das Schwerste.
„Ein-Jahr“-Methode
Die Ein-Jahr-Methode besagt, dass Sie Dinge, die Sie ein Jahr lang nicht benutzt haben, ausmisten sollten. Das gilt natürlich nicht für Dinge, die man ziemlich selten benötigt, wie z. B. eine Säge oder den Roller für Wandfarbe. Es geht mehr um Alltagsgegenstände in Küche, Bad und Kleiderschrank sowie Dekoration oder Zeitschriften. Die allermeisten Dinge, die Sie ein Jahr nicht genutzt haben, werden Sie auch in Zukunft nicht brauchen, oder Sie können leicht eine andere Lösung finden. Bei Kleidung handelt es meist tatsächlich um Sachen, die Sie nicht mögen und die Ihnen nicht stehen. Tun Sie sich einen Gefallen und sortieren Sie diese Dinge aus.
Nach dem Entrümpeln: Warum Wegwerfen manchmal besser ist
Sie haben ordentlich ausgemistet, und nun stellt sich die Frage: Wohin mit den Sachen? Sie können versuchen, etwas zu verkaufen. Allerdings ist das sehr mühsam. Ebay und Co. sind voll mit Angeboten, alles gibt es doppelt und dreifach, Sie werden es vermutlich schwer haben, etwas loszuwerden. Es macht dazu eine nicht zu unterschätzende Menge Arbeit, und Sie müssen die Sachen wochenlang lagern – wo Sie sie doch eigentlich loswerden wollten. Möglicherweise werden diese vollen Kisten Sie noch mehr belasten. Sofern Sie also nichts wirklich Wertvolles wie Antiquitäten oder Meißner Porzellan besitzen, sollten Sie sich den Ärger besser ersparen.
Sie können auch Dinge verschenken. Aber Sie werden vermutlich die Erfahrung machen, dass von Ihren Verwandten und Freunden keiner Ihre Sachen will – fast alle Menschen haben eh zu viel. Selbst soziale Einrichtungen nehmen häufig nichts mehr an, weil die Lager voll sind. Viele Sachen sind mittlerweile auch so billig neu zu haben, dass niemand mehr nach gebrauchten Sachen schaut. Eine Kiste mit Kleinkram vor der Tür werden Sie vermutlich los, aber nicht das Gros der Sachen, die Sie aussortiert haben.
Und wenn Sie noch immer denken: „Ich kann das doch nicht einfach wegschmeißen, das hat mal viel Geld gekostet“ – die bittere Wahrheit ist, dass das Geld ohnehin schon weg ist. Sie haben es bereits verloren, als Sie etwas gekauft haben, das Sie nicht brauchen. Machen Sie sich das Leben nicht nur mit dem Aussortieren leichter, werden Sie auch den Ballast los – manchmal ist die Mülltonne die beste Lösung für alle.
Statt eines Fazits – Motivation zum Entrümpeln
Zum Schluss möchten wir Ihnen einige motivierende Gedanken mit auf den Weg des Entrümpelns geben, die Ihnen den Prozess leichter machen können und Ihnen noch einmal bewusst machen, was Sie mit dem Ausmisten erreichen können:
- Raum für Neues schaffen: Indem Sie sich von alten oder unnötigen Dingen trennen, schaffen Sie Platz für neue Erfahrungen, Erinnerungen und Möglichkeiten. Jeder Gegenstand, den Sie loslassen, ist ein Schritt in Richtung eines frischeren, lebendigeren Lebensraums.
- Klarheit und Fokus: Ein aufgeräumter Raum fördert ein klares Denken und hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sie werden merken, wie sich Ihr Geist beruhigt und Sie produktiver werden!
- Wohlfühl-Oase schaffen: Das Zuhause sollte ein Ort des Wohlbefindens sein. Durch Entrümpeln schaffen Sie einen Raum, in dem Sie sich wohlfühlen und der Sie inspiriert. Es wird ein Ort, an dem Sie entspannen und zur Ruhe kommen können.
- Selbstfürsorge und Achtsamkeit: Das Ausmisten ist eine Form der Selbstfürsorge. Es zeigt, dass Sie Ihre Umgebung schätzen und für Ihr eigenes Wohlbefinden sorgen.
- Kleine Schritte, große Wirkung: Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen – jeder kleine Fortschritt zählt und bringt Sie Ihrem Ziel näher. Sie werden schnell Erfolgserlebnisse haben, denn jedes Stück, dass Sie aussortieren, macht Ihr Leben leichter.
In diesem Sinne: Fröhliches Entrümpeln und viel Erfolg!
FAQ zum Thema Entrümpeln
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Was bedeutet Entrümpeln?
Entrümpeln bezeichnet den Prozess, überflüssige oder nicht mehr benötigte Gegenstände aus einem Raum oder einem gesamten Haushalt zu entfernen. Ziel ist es, Ordnung zu schaffen, Platz zu gewinnen und das Wohnumfeld zu verbessern.
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Warum sollte ich entrümpeln?
Ein regelmäßiges Entrümpeln kann helfen, Platz zu schaffen, Stress zu reduzieren, die Lebensqualität zu verbessern und die Organisation in Ihrem Zuhause zu fördern. Außerdem können Sie durch das Aussortieren und Spenden oder Verkaufen von ungenutzten Gegenständen einem nachhaltigen Lebensstil nachkommen.
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Wie fange ich am besten an?
Beginnen Sie in einem Raum oder an einem bestimmten Bereich, der Ihnen am meisten am Herzen liegt. Setzen Sie sich realistische Ziele, wie z. B. einen Schrank oder eine Schublade pro Tag auszuräumen. Bereiten Sie Kisten für Gegenstände vor, die Sie behalten, spenden, verkaufen oder entsorgen möchten.
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Welche Methoden gibt es zum Entrümpeln?
Zu den gängigen Methoden zählen die Marie Kondo Methode, die „Ein Jahr“ Regel, Boxen-Methode, Minimalismus und die Fünf-Dinge-Methode. Jede Methode hat ihre eigenen Ansätze, um den Prozess zu vereinfachen und effektiver zu gestalten.
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Was mache ich mit den Sachen, die ich nicht mehr brauche?
Überlegen Sie, ob Sie die ausgedienten Gegenstände verkaufen (z. B. online oder auf einem Flohmarkt), spenden (an gemeinnützige Organisationen) oder entsorgen (über den Müll oder Recyclinghöfen) möchten. Es gibt auch spezielle Annahmestellen für bestimmte Art von Abfällen. Kleidung, sofern nicht stark verschmutzt und zerschlissen, kommt zur Altkleidersammlung.
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Wie oft sollte ich entrümpeln?
Es empfiehlt sich, mindestens einmal im Jahr einen großen Entrümpelungsdurchgang zu machen. Kleinere regelmäßige Ausmist-Aktionen können ebenfalls hilfreich sein, z. B. saisonal oder monatlich.
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Wie gehe ich mit sentimentalem Eigentum um?
Das Ausmisten von sentimentalem Eigentum kann emotional herausfordernd sein. Überlegen Sie, ob Sie Fotos von den Gegenständen machen oder nur die ganz besonderen Erinnerungsstücke aufbewahren können. Fragen Sie sich auch, ob der Gegenstand wirklich einen Platz in Ihrem Leben hat oder ob er nur Platz wegnimmt.
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Wie kann ich meine Familie in den Entrümpelungsprozess einbeziehen?
Setzen Sie ein gemeinsames Ziel und machen Sie das Entrümpeln zu einer Aktivität, z. B. durch einen „Entrümpelungstag“ als Familie. Erklären Sie die Vorteile und gehen Sie die einzelnen Bereiche gemeinsam durch. Motivation und Teamarbeit können den Prozess erleichtern.
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Was tun, wenn ich mich überfordert fühle?
Wenn Sie sich überfordert fühlen, nehmen Sie sich Zeit und machen Sie einen Schritt nach dem anderen. Setzen Sie sich kleine, erreichbare Ziele, und überlegen Sie, ob es hilfreich ist, den Prozess in kleinere Aufgaben aufzuteilen. Manchmal kann es auch helfen, Unterstützung von Freunden oder Profis in Anspruch zu nehmen.
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Gibt es Hilfsmittel, die mir beim Entrümpeln helfen können?
Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die den Prozess erleichtern können: Kisten oder Säcke zum Sortieren, Beschriftungen, Aufbewahrungslösungen, und digitale Tools zum Organisieren und Planen. Auch Bücher und Online-Ressourcen bieten zahlreiche Tipps und Methoden.