Wie unterscheiden sich Naturkosmetik und konventionelle Kosmetik im Alltag, welche Vorteile sind im Badspiegel wirklich sichtbar und welche Inhaltsstoffe sollten Sie bei Make-up, Gesichtspflege und Haarpflege kennen?

Dieser Artikel bietet strukturierte Orientierung zu Naturkosmetik, zeigt Problemstoffe, erklärt DIY-Möglichkeiten etwa für Seife oder Shampoo und bündelt wirksame Inhaltsstoffe, damit Sie Produkte informiert entdecken, sinnvoll kaufen und mithilfe von Bewertungen oder Newslettern Neuheiten einschätzen können.

Warum sollte man Naturkosmetik verwenden?

Naturkosmetik verbindet wirksame Pflege mit verantwortungsbewusster und nachhaltiger Herstellung. Sie setzt auf natürliche Rohstoffe, transparente Rezepturen und möglichst umweltfreundliche Verpackungen.

Naturkosmetik

  • verwendet natürliche, meist erneuerbare Rohstoffe,
  • ist gut verträglich für Haut, Haare und Atemwege,
  • steht für Nachhaltigkeit und Transparenz,
  • ist geeignet für bewusste Konsumentinnen und Konsumenten.

🌸 Zwar ist Bio Kosmetik nicht notwendigerweise wirksamer als herkömmliche, z. B. bei Cremes gegen Falten, aber sie ist durch das Fehlen reizender und teils sogar krebserregender Stoffe langfristig besser für die Gesundheit.

Naturkosmetik - der Gesundheit und Umwelt zuliebe

Definition und Kernmerkmale von Naturkosmetik

Die Vorteile von Biokosmetik lassen sich in drei Punkten zusammenfassen:

  • Natürliche Inhaltsstoffe
    • Verwendung von pflanzlichen Ölen, Buttern, Hydrolaten, ätherischen Ölen und mineralischen Pigmenten (z. B. Eisenoxide für Make-up).
    • Verzicht auf synthetische Duftstoffe, Silikone, PEG-Derivate oder Mineralöle.
  • Hautverträglichkeit und reduziertes Irritationspotenzial
    • Besonders vorteilhaft für empfindliche Haut, feines Haar oder bei Neigung zu Allergien.
    • Beispiel: Unparfümierte Gesichtspflege stresst die Hautbarriere weniger als stark duftetende Produkte.
  • Vorteile im Alltag
    • Haptik: Natürliche Texturen (z. B. leichte Gel- oder Ölformeln) fühlen sich oft weniger „filmig“ an als konventionelle Produkte.
    • Saisonaler Nutzen: Reichhaltige Öle im Winter, leichte Hydrolate im Sommer.
    • Make-up: Mineralische Pigmente wirken oft natürlicher und sind halten Schweiß besser stand.

Abgrenzung zu herkömmlicher Kosmetik

  • Konventionelle Kosmetik nutzt oft synthetische Stoffe wie
    • Silikone (Haarpflege, Make-up)
    • PEG-Derivate/Mineralöle (Gesichtspflege)
    • Aggressive Tenside (Reinigung)

🌸 Naturkosmetik verzichtet auf diese Stoffe und setzt auf milde Tenside (z. B. Zuckertenside), pflanzliche Rückfetter und physikalische UV-Filter.

Wie wirkt Naturkosmetik?

  • Naturkosmetik adressiert Verträglichkeit, Haptik und reduziertes Irritationspotenzial im Alltag
  • Vorteile zeigen sich besonders bei empfindlicher Haut, feinem Haar und dezentem Make-up
  • Auswahl nach Saison, Hauttyp und Situation steigert den Nutzwert.

🌸 Tipp: Für fundierte Entscheidungen hilft der Blick auf problematische Stoffgruppen in konventioneller Kosmetik.

Naturkosmetik setzt auf natürliche Rohstoffe, reduziert synthetische Zusätze und priorisiert hautverträgliche Formulierungen. Der Nutzen zeigt sich nicht in Claims, sondern in Wahrnehmungen bei der Anwendung.

Beispiele für drei typische Situationen:

  • Empfindliche Gesichtshaut reagiert auf stark parfümierte Pflege mit Rötungen, während eine unparfümierte, natürliche Gesichtspflege die Barriere weniger stresst.
  • Lockiges Haar wirkt nach einem Shampoo mit milden Zuckertensiden griffiger und weniger beschwert als nach silikonlastigen Formeln.
  • Mineralisches Make-up mit Eisenoxiden legt sich fein auf die Haut, ohne Poren optisch zuzukleistern – hilfreich bei Mischhaut und sichtbaren Poren.

Der Vergleich zu konventioneller Kosmetik fällt dann zugunsten der Naturkosmetik aus, wenn Sie Okklusion (Versiegelung der Hautoberfläche, um Feuchtigkeit einzuschließen), intensive Duftstoffe oder filmbildende Polymere als unangenehm erleben. Gleichzeitig kann konventionelle Kosmetik punktuell Vorteile bringen, etwa bei stark deckendem Make-up oder langanhaltendem Styling.

Beispiele: Konkrete Vorteile bei der Anwendung

Bei trockenen Schienbeinen nach dem Duschen liefert eine natürliche Körperpflege mit pflanzlichen Ölen sofort spürbare Rückfettung ohne zu kleben. Nach einer Rasur beruhigt Aloe Vera Gel sichtbare Irritationen schneller als eine stark parfümierte Aftershave-Lotion. Und wer im Büro acht Stunden Make-up trägt, erlebt mit mineralischen Pigmenten oft ein natürlicherer wirkendes Finish mit weniger Nachglanz.

Was sind die Inhaltsstoffe in Naturkosmetik?

Die wichtigsten Inhaltsstoffe in Biokosmetik und ihre Wirkungen sind:

  • Öle und Buttern schützen die Hautbarriere
  • Hydrolate sorgen für Feuchtigkeit
  • Pigmente und Mineralien im Make-up garantieren ein schönes Hautbild
  • Zuckertenside in Waschgelen oder Peelings verbinden Reinigungsleistung mit hautschonender Wirkung

🌸 Mit diesen Bausteinen treffen Sie Kauf- und Anwendungsentscheidungen, die Ihre Routine vereinfachen und die gewünschte Wirkung zuverlässig reproduzieren.

Wirksamkeit in Naturkosmetik entsteht aus der Kombination bewährter Naturrohstoffe und moderner Formulierung. Beispiel: Nach dem Rasieren beruhigt reines Aloe-Vera-Gel gereizte Partien. Bei sehr trockener Körperhaut versiegelt Sheabutter die Feuchtigkeit nach der Dusche. Ein Tonerde-Maskenauftrag mattiert die T-Zone sichtbar vor einem langen Bürotag.

WirkstoffeQuelle NutzenAnwendung
Jojoba-, Argan-, Squalan (pflanzlich)Pflanzliche Öle/WachseGeschmeidigkeit ohne SchwereGesichtspflege, Körperpflege, Haarspitzen
Sheabutter, KakaobutterPflanzliche FetteReichhaltige RückfettungWinterpflege, trockene Partien
Aloe vera, Glycerin pflanzlichPflanzliche Saft-/Zuckeralkohol-QuelleSpürbare FeuchtigkeitSeren, Gele, After-Sun
Hydrolate (z. B. Rosenwasser)PflanzendestillationMild erfrischend, ausgleichendToner, Face Mist
Mineralische Pigmente (Eisenoxide, Mica)Mineralischer UrsprungNatürliches Finish, Deckkraft steuerbarMake-up, Korrektor
Tonerden (Kaolin, Ghassoul)Mineralischer UrsprungReinigung, MattierungMasken, sanfte Peelings
ZuckertensidePflanzlich basierte TensideMilde Reinigung, gutes HautgefühlShampoo, Duschgel

Ein Vergleich macht die Entscheidung leichter: Öle liefern okklusive Pflege und Haptik, Hydrolate steuern Leichtigkeit und Frische, mineralische Pigmente bestimmen das optische Ergebnis im Make-up. Wer Mischhaut versorgen will, kombiniert ein hydratisierendes Serum (Aloe, pflanzliches Glycerin) unter eine leichte Emulsion und setzt beim Make-up auf mineralische Pigmente. Bei dicken, krausen Haaren hilft eine Öl- oder Butterkur vor der Wäsche, während feines Haar mit leichten Zuckertensiden und wenig Ölzugabe besser fällt.

5 Tipps zur Anwendung von Naturkosmetik

Wenn Sie von konventioneller Kosmetik auf natürliche Alternativen umstellen, dann sollten Sie zunächst ein wenig Geduld mitbringen, denn Ihre Haut und Haare müssen sich umstellen. Es dauert beispielsweise eine Weile, bis Silikone aus den Haaren vollständig ausgewaschen sind. Zum anderen müssen Sie auch bei Bioprodukten das Richtige für Ihren Hauttyp finden. Die folgenden Tipps helfen Ihnen beim Einstieg in die Welt der Naturkosmetik.

  • Langsam umstellen: Die Haut braucht Zeit, sich an neue, natürliche Formulierungen zu gewöhnen. Am besten schrittweise einzelne Produkte austauschen und die Reaktion beobachten.
  • Haltbarkeit beachten: Naturkosmetik enthält weniger Konservierungsstoffe. Produkte kühl und lichtgeschützt lagern und auf das Haltbarkeitsdatum achten.
  • Weniger ist mehr: Natürliche Inhaltsstoffe wirken oft intensiver. Eine kleine Menge reicht meist aus, um die gewünschte Pflege zu erzielen.
  • Auf individuelle Bedürfnisse eingehen: Produkte nach Hauttyp, Jahreszeit und aktuellen Bedürfnissen auswählen, da Naturkosmetik vielseitig anpassbar ist.
  • Inhaltsstoffe prüfen: Auch natürliche Produkte können allergene Stoffe enthalten. Die INCI-Liste lesen und bei sensibler Haut auf reizfreie Formulierungen achten.
Parfüm oder Raumdüfte aus natürlichen Materialien einfach herstellen.

Was sind problematische Stoffe in konventioneller Kosmetik?

Viele konventionelle Produkte enthalten schädliche Inhaltsstoffe, die sowohl schlecht für den Anwender als auch die Umwelt sind, darunter Silikone oder Mikroplastik. Kritische Stoffe werden nicht nur per Etikett sichtbar, sondern sind auch spürbar, oft erst nach längerer Anwendung. Die folgende Tabelle verbindet Produktkategorien, typische Stoffe und Konsequenzen beim Gebrauch.

ProduktkategorieProblematische StoffeFunktionMögliche Wirkung
GesichtspflegePEG-Derivate, Mineralöle, stark riechende ParfumsEmulgieren, Okklusion, DuftFilmiges Hautgefühl, Reizpotenzial bei Sensibilität
Make-upSilikone, flüchtige Silikone, synthetische PolymereGlättung, leichter Auftrag, HaltSofortglättung, aber „Maskengefühl“ oder schneller Glanz
HaarpflegeSilikone, AmmoniumverbindungenEntwirrung, GlanzBeschwerung, Build-up, wechselndes Wascherlebnis
KörperpflegeMikroplastik (feste/gelöste Polymere), intensive DuftstoffeSensorik, Viskosität, DuftWenig pflegendes Gefühl, Duftbelastung
ReinigungAggressive TensideStarke FettlösekraftSpannungsgefühl nach dem Waschen

Ein Lippenbalsam mit mineralölbasierten Wachsen kann sich wie ein dichter Film anfühlen und kurzfristig glätten, ohne das Hautgefühl nachhaltig zu verbessern, im Gegenteil – oft fühlen sich die Lippen kurz danach noch trockener an. Ein Shampoo mit Silikonen lässt die Längen sofort weich wirken, während die Kopfhaut schneller nachfetten kann. Ein stark parfümiertes Make-up reizt sensible Nasen, sodass Trägerinnen das Produkt tagsüber abwischen möchten.

Orientierung beim Kauf von Naturkosmetik

Beim Kauf von Naturkosmetik sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Zertifizierungen: Siegel wie COSMOS, NATRUE oder BDIH garantieren echte Naturkosmetik und transparente Standards.
  • Inhaltsstoffe: Die INCI-Liste prüfen, um unerwünschte Stoffe (z. B. Allergene, Alkohol, ätherische Öle) zu erkennen.
  • Hauttyp und Bedürfnisse: Produkte passend zum eigenen Hauttyp und aktuellen Pflegebedürfnis wählen.
  • Haltbarkeit: Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lagerung achten, da Naturkosmetik meist weniger Konservierungsstoffe enthält.
  • Verpackung: Nachhaltige, recycelbare Verpackungen bevorzugen, um Umweltbelastungen zu reduzieren.

So lässt sich gezielt ein Produkt auswählen, das zu den eigenen Ansprüchen und Werten passt.

Labels, Kriterien, Bewertungen in Deutschland

Beim Kauf von Naturkosmetik in Deutschland hilft eine Kombination aus Zertifizierungen und INCI-Kompetenz. INCI ist eine Datenbank, die über Inhaltsstoffe und deren Funktionen in Kosmetik informiert. INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients.

COSMOS, ein unabhängiger internationaler Verband, liefert eine von verschiedenen Zertifizierungen von natürlicher Kosmetik.

KaufkriteriumWoran Sie es erkennenNutzen
Zertifizierung (z. B. COSMOS)Siegel auf Verpackung/ProduktseiteMindeststandards für natürliche Inhaltsstoffe und Transparenz
INCI-SchwerpunktPflanzliche Öle/Buttern, Hydrolate, Zuckertenside früh in der ListeHoher Anteil wirksamer, natürlicher Komponenten
DuftstrategieUnparfümiert oder zurückhaltend parfümiertGeringeres Irritationspotenzial im Alltag
Verpackung & SpenderAirless, lichtgeschütztStabilere Formulierungen, längere Nutzbarkeit
BewertungenHauttyp-, Haarstruktur- und Anwendungskontext genanntÜbertragbarkeit auf die eigene Routine

Bekannte Anbieter wie Dr. Hauschka oder Börlind stehen oft im Regal neben konventionellen Marken; vergleichen Sie konsequent die Inhaltsstoffe statt nur das Image. Der Natural-Beauty‑Trend verführt zu rein ästhetischen Versprechen, doch konkrete Merkmale – milde Tenside in Shampoo, mineralische Pigmente im Make-up, ausgewogene Öl-Basis in der Gesichtspflege – bringen den messbaren Unterschied in der Anwendung.

Ist Naturkosmetik teurer als herkömmliche?

Eine Frage, die sich viele beim Umstieg auf natürliche Kosmetik stellen ist die nach dem Preis: Ist Naturkosmetik teurer? Zwar wird man in der günstigsten Kategorie an Produkten keine Bio-Alternativen finden, aber ansonsten ist die Preisspanne bei Naturkosmetik ebenso groß wie bei herkömmlichen Produkten; auch sind die Preise während der Inflation der letzten Jahren deutlich weniger gestiegen.

Besonders Bio-Seifen sind nicht teurer als herkömmliche hochwertige Seifen, ebenso wie Zahnpasta und andere Zahnreinigungsprodukte wie Zahnpulver oder Zahnbürsten aus natürlichen Materialien wie Bambus. Und auch bei dekorativer Kosmetik werden Sie in fast jeden Preissegment eine Naturkosmetik-Alternative finden.

Marken wie Lavera oder FREE! bieten gute Qualität für wenig Geld, ebenso wie die Biokosmetik-Eigenmarken der Drogeriemärkte. Marken wie Dr. Hauschka liegen in oberen Preissegment. Teurer ist dabei nicht besser, denn jeder Hauttyp ist anders, und Allergien sind nicht ausgeschlossen. Wenn möglich, lassen Sie sich Probiergrößen geben, um die Verträglichkeit zu testen, gerade bei höherpreisigen Marken, und achten Sie auf Inhaltsstoffe und Zertifizierungen.

Naturkosmetik selber machen: Seife, Shampoo, Balsam, Deo

Selbst rühren schafft Rezepturhoheit, verlangt aber Sorgfalt bei Hygiene, pH-Wert und Konservierung. Drei realistische Einstiege: Eine kaltgerührte Seife (Verseifung von Ölen mit Natronlauge) für die Hände; ein Haarseifen-Projekt für robuste, wenig gefärbte Haare oder ein mildes Waschpulver aus Tonerde und Pflanzenpulvern; ein Lippenbalsam aus Pflanzenölen, Bienen- oder Pflanzenwachs und optional Vanilleextrakt für dezenten Duft. Ein einfaches Deo mit Natron hält den meisten Alltagssituationen stand.

Im Alltag zeigt sich: Handseife aus Oliven- und Kokosöl schäumt angenehm und liegt trocken neben dem Waschbecken, ohne zu verlaufen. Ein einfacher Lippenbalsam verhindert in der Winterluft ein raues Gefühl, ohne zu glänzen. Haarseife kann je nach Wasserhärte eine saure Rinse (z. B. mit verdünntem Apfelessig) erfordern; wer das nicht mag, steigt besser auf milde, fertige Naturkosmetik-Shampoos mit Zuckertensiden um.

DIY-KosmetikBenötigte MaterialienAufwandHaltbarkeitTypische Risiken
Hand-/KörperseifePflanzenöle, Natronlauge, Schutzbrille/Handschuhe, FormenMittelHoch (trockene Lagerung)Umgang mit Lauge, Rezepturfehler
Haarseife oder WaschpulverÖle+Lauge (Seife) bzw. Tonerde, PflanzenpulverMittel/NiedrigMittelBuild-up, Anpassung an Wasserhärte
LippenbalsamÖle/Buttern, Wachs, saubere TiegelNiedrigMittelHygiene, Schmelzpunktabstimmung

Leave-on-Produkte fürs Gesicht (z. B. Emulsionen) sind komplexer, weil Konservierung, Emulgatorwahl und Stabilität präzise zusammenspielen müssen; wer hier einsteigen will, beginnt am besten mit kleinen Mengen und dokumentiert Textur, Geruch und Hautreaktion über mehrere Tage.

Naturkosmetik einfach selbst herstellen.

Wirksame Inhaltsstoffe in Pflanzenkosmetik

Wirksamkeit in Naturkosmetik entsteht aus der Kombination bewährter Naturrohstoffe und moderner Formulierungstechnik; spürbar wird sie in Feuchtigkeitsbalance, Hautgefühl und Finish. Drei Szenarien: Nach dem Rasieren beruhigt reines Aloe-vera-Gel gereizte Partien. Bei sehr trockener Körperhaut versiegelt Sheabutter die Feuchtigkeit nach der Dusche. Ein Tonerde-Maskenauftrag mattiert die T-Zone sichtbar vor einem langen Bürotag.

WirkstoffeQuelleNutzenAnwendung
Jojoba-, Argan-, Squalan (pflanzlich)Pflanzliche Öle/WachseGeschmeidigkeit ohne SchwereGesichtspflege, Körperpflege, Haarspitzen
Sheabutter, KakaobutterPflanzliche FetteReichhaltige RückfettungWinterpflege, trockene Partien
Aloe vera, Glycerin pflanzlichPflanzliche Saft-/Zuckeralkohol-QuelleSpürbare FeuchtigkeitSeren, Gele, After-Sun
Hydrolate (z. B. Rosenwasser)PflanzendestillationMild erfrischend, ausgleichendToner, Face Mist
Mineralische Pigmente (Eisenoxide, Mica)Mineralischer UrsprungNatürliches Finish, Deckkraft steuerbarMake-up, Korrektor
Tonerden (Kaolin, Ghassoul)Mineralischer UrsprungReinigung, MattierungMasken, sanfte Peelings
ZuckertensidePflanzlich basierte TensideMilde Reinigung, gutes HautgefühlShampoo, Duschgel

Ein Vergleich macht die Entscheidung leichter: Öle liefern okklusive Pflege und Haptik, Hydrolate steuern Leichtigkeit und Frische, mineralische Pigmente bestimmen das optische Ergebnis im Make-up. Wer Mischhaut versorgen will, kombiniert ein hydratisierendes Serum (Aloe, pflanzliches Glycerin) unter eine leichte Emulsion und setzt beim Make-up auf mineralische Pigmente mit transparenter Schichtbarkeit. Bei dicken, krausen Haaren hilft eine Öl- oder Butterkur vor der Wäsche, während feines Haar mit leichten Zuckertensiden und wenig Ölzugabe besser fällt.

Fazit

Naturkosmetik ist herkömmlicher Kosmetik oft vorzuziehen, weil sie auf natürliche, hautverträgliche Inhaltsstoffe setzt und problematische Zusätze wie Silikone, Mineralöle oder synthetische Duftstoffe meidet. Sie schont die Haut, reduziert das Risiko von Irritationen und ist meist umweltfreundlicher durch nachhaltige Rohstoffe und Verpackungen.

Zudem fördert Naturkosmetik oft faire Produktionsbedingungen und achtet auf Transparenz bei der Deklaration der Inhaltsstoffe. Viele Produkte sind tierversuchsfrei und enthalten keine Mikroplastikpartikel, was die Umwelt zusätzlich entlastet. Wer Wert auf Nachhaltigkeit, Gesundheit und bewussten Konsum legt, findet in Naturkosmetik eine verantwortungsvolle Alternative zu konventionellen Produkten.

Natürliche Alternativen müssen nicht teurer sein als herkömmliche Kosmetik. Dazu können Produkte wie Parfüm, Seiten, Cremes und sogar Schminke selbst hergestellt werden. Achten Sie dabei auf gute Bio-Inhaltsstoffe und greifen Sie auf reine Zutaten aus der Apotheke zurück.

Auch wenn der Umstieg auf Naturkosmetik etwas Zeit und Geduld erfordern kann, bis sich die Haut an die neuen Produkte gewöhnt hat, lohnt es sich in jeder Hinsicht.

FAQ

  1. Was unterscheidet Naturkosmetik von konventioneller Kosmetik?

    Naturkosmetik setzt auf natürliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Wachse und mineralische Pigmente. Synthetische Stoffe wie Silikone, Mineralöle und PEG-Derivate sind ausgeschlossen oder stark reduziert. Ziel ist eine bessere Hautverträglichkeit und Umweltfreundlichkeit.

  2. Sind Naturkosmetik-Produkte immer vegan?

    Nicht alle Naturkosmetik-Produkte sind automatisch vegan. Einige enthalten tierische Inhaltsstoffe wie Bienenwachs, Lanolin oder Milchproteine. Für vegane Produkte empfiehlt sich ein Blick auf die Deklaration oder spezielle Vegan-Siegel.

  3. Wie erkennt man echte Naturkosmetik?

    Echte Naturkosmetik ist meist durch Siegel wie COSMOS, NATRUE oder BDIH zertifiziert. Diese Siegel garantieren den Verzicht auf viele synthetische Stoffe und eine transparente Deklaration der Inhaltsstoffe. Auch die Inhaltsstoffliste (INCI) gibt Aufschluss.

  4. Können Naturkosmetik-Produkte Allergien auslösen?

    Auch Naturkosmetik kann allergische Reaktionen hervorrufen, zum Beispiel durch ätherische Öle oder bestimmte Pflanzenextrakte. Wer zu Allergien neigt, sollte die Inhaltsstoffe sorgfältig prüfen und bei Unsicherheit einen Test auf einer kleinen Hautstelle machen.

  5. Wie lange sind Naturkosmetik-Produkte haltbar?

    Naturkosmetik enthält meist weniger Konservierungsstoffe als konventionelle Kosmetik. Daher ist sie oft kürzer haltbar. Nach dem Öffnen empfiehlt sich die zügige Verwendung und Lagerung an einem kühlen, lichtgeschützten Ort. Das Symbol auf der Verpackung zeigt die empfohlene Haltbarkeit.

  6. Ist Naturkosmetik für empfindliche Haut geeignet?

    Viele Naturkosmetik-Produkte sind speziell für empfindliche Haut entwickelt und verzichten auf reizende Zusätze. Dennoch können natürliche Duftstoffe oder Pflanzenextrakte individuell reizen. Eine reizarme, unparfümierte Naturkosmetik ist meist die beste Wahl.

  7. Gibt es Naturkosmetik für spezielle Hautprobleme?

    Naturkosmetik bietet Lösungen für verschiedene Hautprobleme wie Trockenheit, Unreinheiten oder sensible Haut. Natürliche Öle, Hydrolate und milde Tenside werden gezielt eingesetzt, um die Haut zu pflegen, ohne sie zu überfordern oder auszutrocknen.

  8. Was bedeutet „zertifizierte Naturkosmetik“?

    Zertifizierte Naturkosmetik erfüllt festgelegte Standards, die von unabhängigen Organisationen kontrolliert werden. Dazu gehören der Verzicht auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie eine nachhaltige Herstellung und transparente Deklaration.

  9. Sind Naturkosmetik-Produkte umweltfreundlicher?

    Naturkosmetik verzichtet auf viele problematische Stoffe, die Umwelt und Wasser belasten können, etwa Mikroplastik oder bestimmte synthetische Tenside. Zudem wird auf nachhaltige Rohstoffgewinnung und umweltfreundliche Verpackungen geachtet.

  10. Kann man Naturkosmetik selbst herstellen?

    Viele Naturkosmetik-Produkte lassen sich mit wenigen Zutaten wie Pflanzenölen, Buttern und Hydrolaten selbst herstellen. DIY-Rezepte ermöglichen individuelle Anpassungen. Hygiene und Haltbarkeit sind jedoch besonders wichtig, um Verkeimung zu vermeiden.

  11. Wo kann man Biokosmetik kaufen?

    Naturkosmetik ist in vielen Verkaufsstellen erhältlich. Dazu zählen Drogeriemärkte, Bio-Supermärkte, Reformhäuser sowie Apotheken. Auch spezialisierte Naturkosmetikläden und zahlreiche Online-Shops bieten ein breites Sortiment.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert