Ein Sprichwort sagt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“. Das gilt nur bedingt. Während man bei Regen auch in Gummistiefeln und Regenmantel spazieren gehen kann, gibt es doch auch Wetterlagen, bei denen man Schutz suchen sollte, etwa bei Gewittern, Sturm und großer Hitze. Und während weltweit die Extremwetterereignisse zunehmen, wissen viele Menschen nicht, wie sie sich dann verhalten sollen.

Dabei ist es wichtig, Warnungen ernst zu nehmen und sich entsprechend zu verhalten, um nicht die eigene Gesundheit und im schlimmsten Fall das eigene Leben zu gefährden. Beim BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) finden Sie unter anderem ausführliche Informationen zur Vorsorge vor Krisen und Katastrophen, z. B. auch zum Thema „Was tun, wenn es brennt“, aber auch zu Naturkatastrophen und Vorsorge für den Notfall treffen. Hier gelangen Sie zur Website des Amts. Auch das Bundesumweltministerium bietet Ihnen unter anderem diese Informationen. Hier gelangen Sie zur Website des BMUKN.

Dieser Blogbeitrag bietet Ihnen einen Überblick über Schutzmaßnahmen und Empfehlungen für extreme Wetterlagen in Deutschland und Europa, darunter Hitze, Kälte, Schnee, Regen und Stürme. Lesen Sie weiter, damit Sie für jedes Wetter gut vorbereitet sind.

Extreme Wetterlagen und ihre Herausforderungen

Während immer noch viele den Klimawandel belächeln, sprechen Statistiken eine andere Sprache. Es ist nicht zu leugnen, dass Naturkatastrophen immer häufiger werden. Unter anderem bietet Statista eine anschauliche Übersicht über die Zunahme dieser Phänomene, ebenso wie das Bundesumweltamt.

Am deutlichsten ist dieser Anstieg bei Überschwemmungen. Spätestens seit der Katastrophe im Ahrtal ist klar, dass man Katastrophenwarnungen sehr ernst nehmen sollte. In diesem Fall gilt das Motto: Besser Vorsorge als Nachsorge.

Auswirkungen von extremem Wetter

Hitze, Kälte, Schnee, Eis, Starkregen und Stürme stellen jeweils ganz eigene Anforderungen an das Verhalten im Alltag. In Europa sind die klimatischen Bedingungen vielfältig. Jede Wetterlage erfordert individuelle Schutzmaßnahmen und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.

Die Intensität und Häufigkeit von Regenfällen, wie sie etwa durch Starkregenereignisse oder plötzliche Gewitter ausgelöst werden, nimmt in vielen Regionen zu, ebenso wie die Häufigkeit von Hitzewellen. Die Auswirkungen reichen von kurzfristigen Beeinträchtigungen im Alltag bis hin zu ernsthaften Gefahren für Gesundheit, Sicherheit und Eigentum.

Tabelle: Extreme Wetterlagen und ihren jeweiligen Gefahren

In den folgenden Abschnitten finden Sie wertvolle Tipps, wie Sie sich bei den häufigsten Extremwetterlagen schützen können.

Extreme WetterlageGefahren
HitzewelleHitzeerschöpfung, Hitzschlag, Waldbrände, Trockenheit, Ernteausfälle
StarkregenÜberschwemmungen, Erdrutsche, Verkehrsbehinderungen, Gebäudeschäden
Sturm / OrkanGebäudeschäden, umgestürzte Bäume, Stromausfälle, Verletzungen durch herumfliegende Objekte
GewitterBlitzschlag, Überschwemmungen, Sturmböen, Waldbrände
SchneesturmVerkehrschaos, Erfrierungen, Stromausfälle, Lawinengefahr
FrostFrostschäden an Pflanzen, Rohrbrüche, Glätteunfälle
TornadoExtreme Zerstörung von Gebäuden, Verletzungen, Todesfälle
DürreWassermangel, Ernteausfälle, Waldbrände, Trinkwasserknappheit
HurrikanÜberschwemmungen, Sturmfluten, starke Winde, Zerstörung von Infrastruktur

Warnsysteme und rechtzeitige Information

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Schutz bei Wetterereignissen ist der Zugang zu aktuellen Informationen. In Deutschland und Europa stehen Ihnen verschiedene Warnsysteme zur Verfügung, die auf unterschiedlichen Kanälen – etwa über das Internet, Wetter-Apps, Radio, Broadcast oder Warn-Apps wie NINA und KATWARN – rechtzeitig vor herannahenden Unwettern warnen.

Besonders hilfreich sind detaillierte Wettervorhersagen, die für den jeweiligen Ort präzise Angaben zu Windgeschwindigkeit, Temperatur, Niederschlagsmenge und Uhrzeit machen. Das Regenradar liefert zudem eine Echtzeitübersicht über aktuelle Wetterentwicklungen und hilft, sich auf kurzfristige Veränderungen einzustellen.

Achten Sie darauf, Wetterberichte und Unwetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen, insbesondere wenn starke Böen, Gewitter oder außergewöhnliche Temperaturunterschiede angekündigt werden. So können Sie rechtzeitig reagieren und notwendige Schutzmaßnahmen einleiten.

Hitzewellen mit Temperaturen von 40 °C und mehr werden in Europa immer häufiger.

Verhalten bei Hitze: Schutzmaßnahmen und Prävention

Hohe Temperaturen belasten den Körper extrem. Besonders in den Sommermonaten, wenn die Temperatur in den stark versiegelten Städten über 30 Grad steigen und auch nachts kaum nachlässt, ist ein umsichtiges Verhalten entscheidend. Länder, Städte und Kommunen sind gefordert, die Lebensräume so zu gestalten, dass sie auch im Hochsommer nicht überhitzen, was leider nicht schnell genug geht, um mit den steigenden Temperaturen Schritt zu halten. Regional werden bei gesundheitsgefährdender Hitze Kälteräume angeboten, die besonders für ältere und kranke Menschen und für Kinder sinnvoll sind.

In Deutschland sind Klimaanlagen nicht weit verbreitet, daher sind die Sommer in den eigenen vier Wänden oft unerträglich. Hitzeperioden wirken sich nicht nur auf das allgemeine Wohlbefinden aus, sondern können auch ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringen wie Hitzschlag, Kreislaufprobleme und Dehydrierung.

Praktische Tipps für den Alltag bei Hitze im Überblick

Um auch an besonders heißen Tagen in Deutschland oder anderen Teilen Europas sicher und gesund zu bleiben, haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • Halten Sie sich bevorzugt in kühlen, gut belüfteten Räumen auf.
  • Nutzen Sie das Regenradar oder Wetter-Apps, um die aktuelle Wetterlage und Temperaturentwicklung in Ihrer Region – etwa in Berlin, Bremen oder Hamburg – im Blick zu behalten.
  • Planen Sie Einkäufe, sportliche Aktivitäten und Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden.
  • Verzichten Sie auf schwere Mahlzeiten und bevorzugen Sie leichte, wasserreiche Kost wie Obst und Gemüse.
  • Kühlen Sie den Körper zwischendurch mit lauwarmem Wasser an Handgelenken und Nacken.
  • Schützen Sie empfindliche Personen, indem Sie regelmäßige Pausen und ausreichend Flüssigkeitszufuhr sicherstellen.
  • Lassen Sie niemals Kinder oder Tiere im Auto zurück – die Temperatur im Fahrzeuginneren kann auch bei bewölktem Wetter und vermeintlich moderaten Außentemperaturen innerhalb weniger Minuten lebensbedrohliche Werte erreichen.
  • Lüften Sie abends oder nachts, wenn die Außentemperatur gesunken ist, bzw. in den frühen Morgenstunden.
  • Achten Sie auf aktuelle Wetterwarnungen und Hinweise des Deutschen Wetterdienstes, um auf kurzfristige Veränderungen wie plötzlichen Niederschlag oder Temperaturanstieg vorbereitet zu sein.

Anzeichen von Hitzeschäden und Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hitzeschäden können sich schleichend entwickeln und sollten keinesfalls unterschätzt werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Symptome sowie die empfohlenen Erste-Hilfe-Maßnahmen:

AnzeichenBeschreibungErste-Hilfe-Maßnahmen
Kopfschmerzen, SchwindelOft erste Anzeichen einer ÜberhitzungSofort in den Schatten, Wasser trinken
Übelkeit, ErbrechenHinweis auf Hitzekollaps oder SonnenstichRuhe, kühle Umschläge, Flüssigkeit zuführen
Heiße, trockene HautKann auf Hitzschlag hindeutenNotruf wählen, Person kühlen, Beine hochlagern
MuskelkrämpfeDurch Elektrolytverlust bei starkem SchwitzenElektrolyte zuführen, pausieren
BewusstseinsstörungenAkute LebensgefahrSofort medizinische Hilfe rufen

Achten Sie insbesondere bei älteren Menschen, Kindern und Personen mit Vorerkrankungen auf diese Warnzeichen. Sie reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen und sollten frühzeitig geschützt werden.

Aufenthalt im Schatten

Ein wirksamer Schutz vor Hitze beginnt bereits mit der Planung des Tagesablaufs. Meiden Sie körperliche Anstrengungen während der heißesten Stunden, die meist zwischen 12 und 17 Uhr liegen. Suchen Sie bevorzugt schattige Plätze auf, sei es im Park, auf dem Balkon oder in öffentlichen Gebäuden mit Klimatisierung. Besonders in dicht bebauten Stadtgebieten, wo die Temperaturen durch den sogenannten „Urban Heat Island“-Effekt zusätzlich steigen können, ist der Aufenthalt im Schatten essenziell.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Achten Sie darauf, regelmäßig zu trinken – idealerweise Wasser oder ungesüßte Tees. Die empfohlene tägliche Flüssigkeitsmenge steigt bei Hitze deutlich an und kann je nach Aktivitätslevel und Temperatur schnell zwei bis drei Liter betragen. Alkohol und koffeinhaltige Getränke sollten Sie möglichst meiden, da sie dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entziehen. Wer unterwegs ist, sollte stets eine Trinkflasche dabeihaben, um auch bei spontanen Aktivitäten ausreichend hydriert zu bleiben.

Passende Kleidung und der Umgang mit Hitzewellen

Vermeiden Sie dicke Stoffe wie Jeans und Kleidung mit Polyester und anderen, nicht atmungsaktiven Anteilen. Leichte, helle und luftdurchlässige Textilien aus reiner Baumwolle, Leinen und Seide unterstützen die natürliche Temperaturregulierung des Körpers. Bedecken Sie möglichst viel Haut, um einen Sonnenbrand zu vermeiden, und nutzen Sie Kopfbedeckungen wie Hüte oder Kappen, insbesondere bei längeren Aufenthalten im Freien. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist unerlässlich, um die Haut vor UV-Strahlung zu schützen.

Wohnung möglichst kühl halten

Während Hitzewellen, die in den Sommermonaten auch in Deutschland immer häufiger auftreten, empfiehlt es sich, Fenster und Türen während der heißesten Stunden geschlossen zu halten und erst am Abend oder in den frühen Morgenstunden zu lüften. Verdunkelung durch Rollos oder Vorhänge hilft, die Temperatur im Innenraum zu senken. Wer in einer Dachgeschosswohnung lebt, sollte zusätzlich auf ausreichende Belüftung achten, um einen Hitzestau zu vermeiden.

Sicher unterwegs bei Kälte, Schnee und Eis

Zwar werden auch die Winter im Durchschnitt immer wärmer, was aber nicht heißt, dass es nicht auch stark schneien kann und es zu Eisregen oder überfrierender Nässe kommen kann. Was Sie hier beachten sollten, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Die wichtigsten Punkte in der Übersicht

  • Tragen Sie mehrlagige, wetterfeste Kleidung und achten Sie besonders auf Hände, Füße und Kopf.
  • Nutzen Sie rutschfeste Schuhe und meiden Sie ungestreute Wege.
  • Fahren Sie mit angepasster Geschwindigkeit und halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen.
  • Bereiten Sie Ihr Auto rechtzeitig auf winterliche Bedingungen vor, inklusive Winterreifen und Frostschutz.
  • Führen Sie eine Notfallausrüstung mit, um auf unerwartete Situationen vorbereitet zu sein.
  • Prüfen Sie regelmäßig die Wetterlage und aktuelle Warnmeldungen, insbesondere vor längeren Fahrten oder bei unbeständigem Wetter.

Mit diesen Maßnahmen können Sie sich und andere im Winter wirksam schützen und die Risiken durch Schnee, Eis und Kälte deutlich reduzieren.

Geeignete Kleidung und Vorbereitung auf niedrige Temperaturen

Mehrlagige Kleidung nach dem sogenannten „Zwiebelschalenprinzip“ sorgt dafür, dass Sie flexibel auf Temperaturschwankungen reagieren können. Die unterste Schicht sollte Feuchtigkeit von der Haut ableiten, während die mittlere Schicht isolierend wirkt und die Wärme speichert. Die äußere Schicht schützt vor Wind, Schnee und Regen.

Materialien wie Wolle, Fleece oder Funktionsfasern eignen sich besonders gut, um auch bei Minusgraden warm und trocken zu bleiben. Achten Sie darauf, Hände, Füße und Kopf ausreichend zu bedecken, da über diese Körperpartien viel Wärme verloren geht. Wasserdichte und rutschfeste Schuhe mit Profilsohlen sind im Winter unverzichtbar, um auf glatten Wegen Halt zu finden und das Risiko von Stürzen zu minimieren.

Verhalten bei Glätte und winterlichen Straßenverhältnissen

Glätte durch überfrierende Nässe, Eisregen oder festgefahrenen Schnee stellt eine der größten Gefahren im Winter dar. Fußgänger sollten Wege mit ausreichend Streugut bevorzugen und rutschhemmende Sohlen tragen. Kleine, kontrollierte Schritte und das Vermeiden von plötzlichen Bewegungen helfen, das Gleichgewicht zu halten.

Im Straßenverkehr ist besondere Vorsicht geboten: Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit den winterlichen Bedingungen anpassen, einen längeren Bremsweg einkalkulieren und ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Das Einschalten des Abblendlichts erhöht die Sichtbarkeit, auch tagsüber bei bewölktem Wetter oder Schneefall.

Wichtig: Vor Fahrtantritt sollten alle Scheiben, Spiegel und Scheinwerfer gründlich von Schnee und Eis befreit werden, um eine uneingeschränkte Sicht zu gewährleisten. Prüfen Sie außerdem regelmäßig den Füllstand von Frostschutzmittel in Kühlwasser und Scheibenwaschanlage. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt empfiehlt sich zudem, Türdichtungen mit speziellen Pflegemitteln zu behandeln, um ein Festfrieren zu verhindern

Wetterphänomene wie Blitzeis treten im Winter häufig auf.

Sicherheitsregeln für Fußgänger und Autofahrer bei Schnee und Eis

SituationFußgänger: SicherheitsregelnAutofahrer: Sicherheitsregeln
Glatte GehwegeRutschfeste Schuhe, kleine SchritteLangsames Fahren, größerer Abstand
SchneefallSichtbarkeit durch helle Kleidung erhöhenScheinwerfer einschalten, Geschwindigkeit anpassen
EisregenWege meiden, auf Streugut achtenFahrten möglichst vermeiden, Bremsweg beachten
Morgendliche GlätteZeitpuffer einplanen, vorsichtig gehenFrüher starten, Eiskratzer und Enteiser nutzen

Die Einhaltung dieser Regeln hilft, das Unfallrisiko signifikant zu senken und sicher ans Ziel zu kommen – unabhängig davon, ob Sie zu Fuß unterwegs sind oder das Auto nutzen.

Notfallausrüstung für das Auto in der kalten Jahreszeit

Eine durchdachte Notfallausrüstung im Fahrzeug ist bei winterlichen Wetterlagen unverzichtbar. Folgende Gegenstände sollten im Auto stets griffbereit sein:

  • Eiskratzer und Schneebesen
  • Decke oder Schlafsack für den Fall eines längeren Aufenthalts im Fahrzeug
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien
  • Starthilfekabel
  • Warnweste und Warndreieck
  • Handschuhe und Mütze
  • Notfallproviant wie Wasser und energiereiche Snacks
  • Handy-Ladekabel oder Powerbank
  • Kleine Schaufel für das Freilegen von Reifen
  • Sandsack oder Streugut zur Verbesserung der Traktion bei festgefahrenem Schnee

Diese Ausstattung sorgt dafür, dass Sie auch bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder längeren Wartezeiten auf Hilfe gut vorbereitet sind.

Verhalten bei Starkregen und Überschwemmungen

Starkregen und Überschwemmungen sind besonders tückische Wetterereignisse: Sie können plötzlich auftreten und erfordern ein rasches, überlegtes Handeln. Sie können innerhalb kürzester Zeit erhebliche Schäden verursachen, die von überfluteten Kellern bis zu blockierten Verkehrswegen reichen. Um sich und das eigene Eigentum bestmöglich zu schützen, ist es wichtig, die richtigen Maßnahmen vor, während und nach Starkregen zu kennen und umzusetzen.

Die wichtigsten Maßnahmen bei Starkregen und Überschwemmungen

  • Regelmäßige Kontrolle und Reinigung von Dachrinnen und Abflüssen
  • Sicherung von Kellerfenstern, Lichtschächten und Rückstauklappen
  • Sandsäcke und mobile Barrieren für den Ernstfall bereithalten
  • Aufenthalt im Freien bei Starkregen vermeiden, überflutete Bereiche nicht betreten oder befahren
  • Nutzung von Wetter-Apps, Regenradar und aktuellen Warnmeldungen
  • Notfallkontakte griffbereit halten und auf Anweisungen der Behörden achten

Verhalten im Freien und bei Sturzfluten

Wenn Sie sich bei Starkregen im Freien aufhalten, ist erhöhte Wachsamkeit geboten. Suchen Sie möglichst schnell geschützte Bereiche auf und meiden Sie Keller, Unterführungen, Senken oder tiefergelegene Straßenabschnitte, da sich dort das Wasser besonders schnell sammelt. Auch wenn es verlockend erscheint, überschwemmte Wege zu Fuß oder mit dem Auto zu durchqueren, besteht hier akute Lebensgefahr: Bereits wenige Zentimeter Wasser können Fahrzeuge ins Schleudern bringen oder Personen mitreißen. Halten Sie Abstand zu Flüssen, Bächen und Kanälen, da diese bei anhaltendem Niederschlag schnell über die Ufer treten und reißende Strömungen entstehen können.

Schutzmaßnahmen für Haus und Eigentum

Bereits vor dem Eintreten von Starkregen sollten Sie Ihr Zuhause auf mögliche Risiken prüfen:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Dachrinnen und Abflüsse, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann.
  • Entfernen Sie Laub und Schmutz, insbesondere im Herbst, wenn viele Bäume ihre Blätter verlieren und das Risiko von Verstopfungen steigt.
  • Überprüfen Sie, ob Kellerfenster und Lichtschächte ausreichend gegen eindringendes Wasser gesichert sind.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Versicherungsschutz auch Schäden durch Überschwemmungen und Starkregen abdeckt.

Risiken und Vorsichtsmaßnahmen bei plötzlichen Überschwemmungen

Sturzfluten zählen zu den gefährlichsten Folgen von Starkregen, da sie oft ohne Vorwarnung auftreten und eine enorme Kraft entfalten können. Selbst ein kleiner Bach kann durch ein Unwetter mit Starkregen zu einem reißenden Fluss werden. Die Tabelle zeigt, welche Maßnahmen Sie vor, während und nach einem solchen Ereignis ergreifen sollten.

ZeitpunktVorsichtsmaßnahmen
Vor StarkregenDachrinnen und Abflüsse reinigen, Rückstauklappen prüfen, Notfallausrüstung bereitlegen
Während StarkregenAufenthalt im Freien vermeiden, tiefergelegene Bereiche meiden, Fenster und Türen geschlossen halten
Nach ÜberschwemmungGebäude erst betreten, wenn keine akute Gefahr besteht, Stromversorgung prüfen, Schäden dokumentieren

Durch Beachten dieser Maßnahmen können Sie das Risiko für Personen- und Sachschäden minimieren. Nach einer Überschwemmung sollten Sie keinesfalls eigenständig in überflutete Keller oder Räume gehen, solange die Stromversorgung nicht sicher abgeschaltet ist. Es besteht die Gefahr von Stromschlägen oder weiteren Einstürzen.

Bei Sturm und Gewitter muss man Schutz suchen.

Vorbereitung und Verhalten bei Sturm und Gewitter

Sturm

Stürme, Orkane und andere Windphänomene verlangen eine sorgfältige Vorbereitung und umsichtiges Verhalten. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten nehmen Sturmtiefs spürbar zu und bringen teils schwere Schäden an Gebäuden, Bäumen und Infrastruktur mit sich. Starke Windböen, heftiger Regen und plötzliche Temperaturwechsel können innerhalb weniger Stunden für gefährliche Situationen sorgen. Auch Äste und umstürzende Bäume fordern immer wieder Todesopfer.

Checkliste zur Sturmvorbereitung

Vorbereitung hilft, im Ernstfall keine wichtigen Maßnahmen zu vergessen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über zentrale Punkte, die Sie vor und während eines angekündigten Sturms beachten sollten.

ZeitpunktMaßnahmen
Vor dem SturmWetterwarnungen verfolgen, lose Gegenstände sichern, Fenster und Türen schließen, Regenrinnen prüfen, Notfallausrüstung bereitlegen
Während des SturmsAufenthalt im Freien vermeiden, Abstand zu Bäumen und Stromleitungen halten, Fahrzeuge sicher abstellen, Notrufnummern griffbereit halten
Nach dem SturmSchäden dokumentieren, Gefahrenstellen meiden, Stromleitungen nicht berühren, Behördeninformationen beachten

Schutz des eigenen Zuhauses vor Sturmschäden

Ein sturmfestes Zuhause ist der beste Schutz gegen die häufig mit Unwettern verbundenen Gefahren. Kontrollieren Sie vor einer angekündigten Sturmfront alle Fenster, Türen und Dachflächen auf ihre Stabilität und schließen Sie diese sorgfältig. Markisen, Jalousien und lose Gegenstände auf Balkon oder Terrasse sollten Sie rechtzeitig sichern oder ins Haus holen, um Schäden durch herumfliegende Teile zu vermeiden.

Überprüfen Sie regelmäßig die Befestigung von Satellitenschüsseln, Antennen und Dachziegeln, da diese bei starkem Wind schnell zur Gefahr werden können. In Regionen, die besonders häufig von Stürmen betroffen sind, empfiehlt sich eine regelmäßige Wartung von Bäumen im Garten – abgestorbene Äste sollten entfernt werden, um das Risiko von herabfallendem Geäst zu minimieren. Regenrinnen und Fallrohre sollten frei von Laub und Schmutz sein, damit starker Niederschlag ungehindert abfließen kann.

Verhalten im Freien und unterwegs bei Sturm

Wer sich während einer Sturmwarnung im Freien oder unterwegs aufhält, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Meiden Sie nach Möglichkeit offene Flächen, Wälder und Parks, da herabfallende Äste und umstürzende Bäume eine erhebliche Gefahr darstellen können. Auch Baustellenbereiche, lose Bauzäune und Gerüste sollten Sie weiträumig umgehen. Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel nur, wenn es unbedingt nötig ist, da der Fahrplan bei Unwetter häufig eingeschränkt wird oder ganz ausfällt.

Für Autofahrer gilt: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit deutlich, halten Sie beide Hände am Lenkrad und achten Sie auf plötzlich auftretende Hindernisse wie umgestürzte Bäume oder herabgefallene Gegenstände. Parken Sie Fahrzeuge möglichst nicht unter Bäumen, Laternen oder in der Nähe von Baustellen, um Schäden durch herabfallende Teile zu vermeiden. Bei extremen Wetterlagen empfiehlt es sich, Fahrten ganz zu vermeiden und in einem sicheren Gebäude Schutz zu suchen.

Gewitter

Explosive Wetterlage: Gewitter treten besonders häufig im Sommer auf, sind aber auch in den anderen Jahreszeiten, sogar im Winter, möglich. Manchmal ziehen sie sehr schnell auf, manchmal kündigen sie sich länger an. Gewitter gehören zu den gefährlichsten Wetterphänomenen, bei denen Sie sich nicht im Freien aufhalten sollten.

Gefahren von Gewittern

Gewitter sind durch starke atmosphärische Instabilität entstehen und mit verschiedenen gefährlichen Begleiterscheinungen verbunden sind. Hier eine ausführliche Erklärung der Gefahren von Gewittern:

  • Blitzschlag
    Blitze entstehen durch elektrische Entladungen zwischen Wolken oder zwischen Wolken und Erde. Ein Blitzschlag kann Menschen direkt treffen und schwere Verletzungen oder den Tod verursachen. Auch Tiere und Gebäude sind gefährdet. Blitze können Brände auslösen, insbesondere in Wäldern oder trockenen Gebieten, und elektrische Geräte durch Überspannung beschädigen.
  • Starke Regenfälle und Überschwemmungen
    Gewitter bringen oft heftige, kurzzeitige Regenfälle mit sich, die zu plötzlichen Überschwemmungen führen können. Besonders in urbanen Gebieten mit wenig Versickerungsmöglichkeiten kann das Wasser schnell zu gefährlichen Sturzfluten anwachsen, Straßen und Keller überfluten und die Infrastruktur beschädigen.
  • Sturmböen und Hagel
    Gewitter sind häufig mit starken Windböen verbunden, die Bäume entwurzeln, Dächer abdecken und Gegenstände durch die Luft schleudern können. Hagelkörner, die während eines Gewitters fallen, können Autos, Fenster und Pflanzen beschädigen und Menschen verletzen.
  • Wald- und Flächenbrände
    Durch Blitzeinschläge können Brände in Wäldern oder auf Feldern entstehen, vor allem bei trockenen Bedingungen. Solche Brände können sich schnell ausbreiten und große Flächen zerstören, Menschen und Tiere bedrohen und die Luftqualität stark verschlechtern.
  • Gefahr für Verkehr und Infrastruktur
    Gewitter können durch Blitzeinschläge und Überschwemmungen Stromausfälle verursachen, Ampelanlagen und Verkehrsleitsysteme außer Betrieb setzen und so Verkehrsunfälle begünstigen. Sichtbehinderungen durch Starkregen und Aquaplaning erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich.
  • Psychische und gesundheitliche Belastungen
    Das laute Donnern und die plötzlichen Blitze können bei Menschen Angstzustände oder Panik auslösen. Zudem kann die plötzliche Abkühlung nach einem Gewitter bei empfindlichen Personen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Richtige Verhaltensweisen bei Gewitter

Gewitter sind gefährlich und fordern im schlimmsten Fall Leben. Leider gehören sie zu den am meisten unterschätzten Unwettern. Beachten Sie daher unbedingt die folgenden Verhaltensweisen, um sich vor Blitzschlag zu schützen.

SituationRichtige Verhaltensweise
Draußen bei GewitterSchnell Unterschlupf in einem festen Gebäude oder Auto suchen, wenn möglich
Abstand zu hohen, einzelnen Bäumen und offenen Flächen halten
Keine Metallgegenstände tragen oder benutzen (wie Schirm)
Nicht in der Nähe von Gewässern aufhalten
Nicht auf Hügeln oder offenen Feldern stehen, sondern hinhocken und klein machen
Nicht mit dem Fahrrad, Roller oder Moped fahren
In geschlossenen RäumenFenster und Türen schließen
Elektronische Geräte und Telefonstecker ziehen
Keine Wasserleitungen (z. B. Duschen, Baden) benutzen
Beim AutofahrenFahrzeug an sicherer Stelle anhalten, Fenster schließen
Im Auto sitzen bleiben, da es Schutz bietet

Häufig gestellte Fragen

  1. Was versteht man unter Extremwetter?

    Extremwetter bezeichnet ungewöhnlich starke oder seltene Wetterereignisse wie Hitzewellen, Starkregen, Stürme oder Dürren. Diese Ereignisse überschreiten oft die normalen klimatischen Schwankungen und können erhebliche Schäden an Umwelt, Infrastruktur und Gesundheit verursachen.

  2. Welche Arten von extremem Wetter gibt es?

    Zu den häufigsten Unwetterarten zählen Hitzewellen, Starkregen, Überschwemmungen, Stürme, Tornados, Schneestürme, Dürren und Frostperioden. Jede Art bringt spezifische Gefahren und Herausforderungen für Mensch, Natur und Infrastruktur mit sich.

  3. Wie entstehen Hitzewellen?

    Hitzewellen entstehen durch anhaltende Hochdruckgebiete, die warme Luftmassen über längere Zeiträume festhalten. Dies führt zu extrem hohen Temperaturen, oft begleitet von Trockenheit, was die Gefahr von Waldbränden und gesundheitlichen Problemen erhöht.

  4. Welche Gefahren gehen von Starkregen aus?

    Starkregen kann zu plötzlichen Überschwemmungen, Erdrutschen und Schäden an Gebäuden und Straßen führen. Besonders in Städten mit schlechter Entwässerung steigt das Risiko für Sturzfluten, die Menschenleben gefährden und Infrastruktur zerstören können.

  5. Wie schützt man sich bei einem Sturm?

    Bei Sturm sollte man sich in einem stabilen Gebäude aufhalten, Fenster und Türen schließen und lose Gegenstände sichern. Im Freien ist Abstand zu Bäumen und Stromleitungen wichtig. Autofahrer sollten vorsichtig fahren oder das Fahrzeug an sicherer Stelle parken.

  6. Was mache ich bei Gewitter?

    Bei Gewitter sollte man sich nicht draußen aufhalten und Unterschlupf suchen. Wenn man diesen nicht rechtzeitig findet, hockt man sich auf freier Fläche auf den Boden. Keinesfalls sollte man in der Nähe von Bäumen sein und keine Metallgegenstände wie Schirme mit sich führen oder Fahrrad fahren.

  7. Welche Rolle spielt der Klimawandel bei Extremwetter?

    Der Klimawandel verstärkt die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen. Höhere Temperaturen führen zu mehr Hitzewellen, veränderte Niederschlagsmuster zu Starkregen oder Dürren. Dies erhöht Risiken für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.

  8. Wie kann man Überschwemmungen vorbeugen?

    Überschwemmungen lassen sich durch verbesserte Entwässerungssysteme, Renaturierung von Flussläufen und Hochwasserschutzmaßnahmen minimieren. Frühwarnsysteme und Evakuierungspläne erhöhen die Sicherheit der Bevölkerung bei extremen Regenfällen.

  9. Was tun bei großer Hitze?

    Bei großer Hitze sollte man sich in kühlen Innenräumen aufhalten oder Schatten aufsuchen. Ausreichendes Trinken ist lebenswichtig, ebenso wie die Kontrolle der Körpertemperatur. Innenräume sollten abgedunkelt werden. Bis auf die späten Abend- und die frühen Morgenstunden sollten nach Möglichkeit die Fenster geschlossen bleiben.

  10. Wie kann man sich auf Extremwetter vorbereiten?

    Vorbereitung umfasst das Informieren über Wetterwarnungen, z. B. durch Apps und die Wettervorsage, das Erstellen von Notfallplänen und das Sichern von Eigentum. Vorräte an Wasser und Lebensmitteln, stabile Gebäude und Schutzräume erhöhen die Sicherheit bei Extremwetterlagen.

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